AGA-Report Nr. 274

23. Januar 2017
 

Wirtschaft und Menschenrechte: Nationaler Aktionsplan verabschiedet 

Am 21. Dezember 2016 hat die Bundesregierung den Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) verabschiedet. Damit setzt die Bundesrepublik Deutschland entsprechende Leitprinzipien der Vereinten Nationen auf nationaler Ebene um. Der Nationale Aktionsplan wurde in einem intensiven und konstruktiven Austausch mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik, Zivilgesellschaft, Verbänden und Wissenschaft entwickelt. 

Ein zentrales Element des Aktionsplans ist die festgeschriebene Sorgfaltspflicht von Unternehmen, Menschenrechtsschutz in Liefer- und Wertschöpfungsketten sicherzustellen. Ein Kapitel befasst sich explizit mit Exportkredit- und Investitionsgarantie. Die Umwelt- und Sozialprüfung im Rahmen der Außenwirtschaftsförderinstrumente wird aktuell auf etwaigen Anpassungsbedarf überprüft.

AGA: Neue Internetseite online

Informativ – Intuitiv – Interaktiv: Seit dem 29.12.2016 ist die neue Website online. Das neue Angebot erschließt sich dem Nutzer nahezu von selbst. Die Menüführung ist denkbar einfach, der Inhalt klar strukturiert. Die neue Internetseite enthält umfangreiche Informationen und Anwendungen zu allen drei Förderinstrumenten: Exportkreditgarantien, Investitionsgarantien und Garantien für Ungebundene Finanzkredite. Und selbstverständlich ist sie gleichermaßen für Desktop Computer wie für mobile Endgeräte geeignet.

Auf der interaktiven Weltkarte können Sie auf einen Blick sehen, in welcher Risikoklasse sich ein Land befindet und wie die aktuelle Länderbeschlusslage aussieht. Für ausländische Kunden gibt es darüber hinaus ein spezielles Informationsangebot. Die neue Webseite wird fortlaufend weiterentwickelt und ist ein erster Schritt auf dem Weg zu einer zukunftsweisenden Kundenkommunikation. Weitere folgen – allen voran „My AGA“. Dieses passwortgeschützte Kundenportal ist ein wichtiger Bestandteil des neuen Internetangebots. Es ermöglicht Exporteuren und Banken, ausgewählte Transaktionen online abzuwickeln.

„My AGA“ befindet sich aktuell in der Testphase. Um den maximalen Nutzen für die Exportwirtschaft zu erzielen und die Handhabung so einfach wie möglich zu gestalten, arbeiten Mandatare, Exporteure und Banken bei der Entwicklung des Kundenportals Hand in Hand. Schließlich kennt niemand die Wünsche und Anforderungen der Exporteure und Banken besser als sie selbst.

Haben auch Sie Interesse, sich an der Entwicklung dieses zukunftsweisenden Tools zu beteiligen? Dann rufen Sie uns an unter 040 / 88 34 - 91 89 oder schreiben Sie uns an ehkv09dsg@eulerhermes.com. Mit ihrer Unterstützung wird „My AGA“ zu einem Kundenportal, das den Namen verdient. Ein Portal von Kunden für Kunden. Der Startschuss fällt im 1. Quartal 2017.
 

Exporte

Uganda: Änderung der Beschlusslage

Im Vergleich zu anderen afrikanischen Staaten wächst Ugandas Wirtschaft überproportional. Vor dem Hintergrund der hohen Bevölkerungszunahme ist das Wachstum allerdings immer noch zu gering, um nachhaltige Fortschritte bei der Armutsbekämpfung zu machen. Und auch die Risiken, dass sich das ostafrikanische Land wieder überschuldet, steigen.

Deshalb hat der Interministerielle Ausschuss für Exportkreditgarantien die Beschlusslage für Uganda geändert. Für die Absicherung von Geschäften mit dem öffentlichen Sektor zu Kreditbedingungen sind ab sofort projektbezogene Maßnahmen zur Risikominderung erforderlich. Dazu zählen zum Beispiel Schuldendienstreserven, die Einbindung von Dritten in die Zahlungsverpflichtung oder dingliche Sicherheiten.

Die geänderte Beschlusslage betrifft ausschließlich die Absicherung von Kreditgeschäften mit staatlichen Bestellern. Die Deckungspolitik im Kurzfristgeschäft sowie mit privatrechtlich organisierten Bestellern bleibt unverändert.