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Energiesektor

Die Bundesregierung setzt sich in einer Vielzahl Initiativen weltweit für den Klimaschutz ein. Dies gilt ebenfalls für die Instrumente der Außenwirtschaftsförderung (siehe zum Beispiel das Sektorenabkommen für erneuerbare Energien und Wasserprojekte). Gleichwohl können viele Länder weltweit kurz- und mittelfristig nicht auf Kohle als Energieträger verzichten. Hier kann deutsche Spitzentechnologie einen Beitrag leisten, dass dies so umweltverträglich und effizient wie möglich erfolgt. Eine Begleitung ausgewählter Projekte dieses Sektors durch die Instrumente der Außenwirtschaftsförderung ist daher weiterhin sinnvoll. 

Um sicherzustellen, dass Kohleprojekte nur noch in begründeten Ausnahmefällen gefördert werden, haben sich die OECD-Mitgliedsstaaten im November 2015 darauf verständigt, Neubauten von Kohlekraftwerken nur noch unter strengen Auflagen und Anforderungen mit einer Übernahme von Exportkreditgarantien zu unterstützen (PDF, 164 KB).

Demnach können seit dem 01.01.2017 nur noch Projekte unterstützt werden, welche die modernste, effizienteste und möglichst wenig klimaschädliche Technologie verwenden. Gleichzeitig sind zur Unterstützung der Armutsbekämpfung und zum Schutz des Rechts auf einen angemessenen Lebensstandard Ausnahmen geschaffen worden. In den ärmsten Ländern der Welt, in Ländern mit einer besonders niedrigen Elektrifizierungsrate und auf sogenannten Energieinseln (Regionen in denen keine alternative Energieversorgung möglich ist) sind Ausnahmen in engen Grenzen möglich.

Unabhängig vom Land, in dem ein Projekt realisiert wird, muss nachgewiesen werden, dass keine klimafreundlicheren Alternativen vorhanden sind und das Projekt im Einklang mit der nationalen Klimaschutz-Strategie steht. Die Energiepolitik des jeweiligen Landes sollte auch den Ausbau von erneuerbaren Energien vorsehen.

Entwicklung des Energiesektors

In den nachfolgenden Grafiken ist die Entwicklung der Hermesdeckungen (Einzeldeckungen) im Energiesektor dargestellt.

  • Den Ergebnissen liegt eine spezielle auf die Exportkreditgarantien ausgelegte Abgrenzung der Sektoren zugrunde. Ein Vergleich zur amtlichen Systematik der Wirtschaftszweige (z.B. NACE-Klassifikation) ist aufgrund konzeptioneller Unterschiede nicht möglich.
  • Regionale Abgrenzung gemäß Angaben im Jahresbericht der Exportkreditgarantien.
  • Die Angaben können geringfügige Rundungsdifferenzen enthalten.

Gesamtbereich Energie

Entwicklung der Einzeldeckungen nach Energieträgern

beschreibt die Entwicklung der Hermesdeckungen nach Energieträger im Gesamtbereich Energie

Entwicklung der Einzeldeckungen nach Regionen

beschreibt die Entwicklung der Hermesdeckungen nach Region im Gesamtbereich Energie

Gesamtbereich Energie*: Das Deckungsvolumen im Energiesektor unterliegt aufgrund der unsteten Absicherung einzelner Großgeschäfte generell größeren Schwankungen.

Nach den deutlichen Steigerungen 2015 und 2016 um jeweils mehr als 2 Mrd. Euro entwickelte sich das Deckungsvolumen im vergangenen Jahr rückläufig. Die Summe der Einzeldeckungen im Gesamtbereich Energie erreichte 2017 insgesamt rund 1,9 Mrd. Euro. Das Volumen lag damit deutlich unter dem hohen Niveau des Vorjahres (6,6 Mrd. Euro) – dem bisherigen Höchststand in diesem Segment.

In den vergangenen fünf Jahren waren die Absicherungen maßgeblich durch den Gassektor geprägt, auf den rund 45 % der Einzeldeckungen in diesem Zeitraum im Gesamtbereich Energie entfiel.

*Der „Gesamtbereich Energie“ umfasst die Bereiche Kohle, Öl, Gas, Erneuerbare Energien und Sonstige. Die Vergleichbarkeit mit an anderer Stelle veröffentlichen Daten der Exportkreditgarantien zum Energiesektor ist aufgrund spezifischer Sektoren-übergreifender Zuordnungen stark eingeschränkt.

Erneuerbare Energien

Entwicklung der Einzeldeckungen nach Energieträgern

Beschreibt die Entwicklung der Hermesdeckungen nach Energieträger im Sektor EE

Entwicklung der Einzeldeckungen nach Regionen

Beschreibt die Entwicklung der Hermesdeckungen nach Region im Sektor EE

Erneuerbare Energien*: Nach den Rückgängen in 2015 und 2016 war die Entwicklung im Bereich der Erneuerbaren Energien zuletzt wieder aufwärtsgerichtet. 2017 erreichte das Deckungsvolumen rund 0,9 Mrd. Euro, ein Anstieg um 14 % gegenüber dem Vorjahr.

Die Absicherungen entfielen dabei fast ausschließlich auf den Windenergiesektor, der auch in den vergangenen Jahren den Schwerpunkt im Bereich der Erneuerbaren Energien bildete.

*Zu den Erneuerbaren Energien zählen Wind- und Wasserkraft, Solarenergie, Biomasse sowie geothermische Energie. In der Untergruppe „Sonstige“ sind nicht zuordenbare Warenarten wie z.B. Zubehör, Ersatzteile oder Turbinen zusammengefasst.