2. September 2022

Zero Emission - ready for take-off: Energiewende am Himmel

Das Überleben der Flugzeugindustrie wird maßgeblich davon abhängen, ob es ihr gelingt, klimafreundlicher als bisher Menschen von A nach B zu bringen. Entsprechend entwickeln viele Unternehmen der Branche Dekarbonisierungsstrategien. So auch Airbus. Wie diese aussieht, erläuterte David Waddington, Director bei Airbus im Bereich Environment and Sustainability, in der Augustsitzung des Interministeriellen Ausschusses für Exportkreditgarantien.  

Auf dem Weg zum klimaneutralen Fliegen forscht Airbus vor allem an effizienteren Flugzeugtypen sowie nachhaltigen Antrieben und Kraftstoffen, so Waddington. Besonders Sustainable Aviation Fuels (SAF) seien ein Hoffnungsträger. SAF sind Kraftstoffe, die nicht auf fossilen Brennstoffen basieren. Bereits heute können modernen Airbus Maschinen bis zu 50 Prozent nachhaltige Kraftstoffe beigemischt werden, so Waddington.

Airbusdeckungen sind ein fester Bestandteil im Portfolio des Bundes. 2021 übernahm die Bundesregierung in Zusammenarbeit mit den Regierungen der beiden anderen Hauptproduzenten – Frankreich und das Vereinigte Königreich – Deckungen in Höhe von 0,8 Mrd. Euro.

Ein anderer wichtiger Baustein seien Wasserstoffflugzeuge. Aktuell entwickle Airbus verschiedene Prototypen. Bis 2035 soll das erste CO2-emissionsfreie Flugzeug in Betrieb genommen werden.  

Die Bundesregierung unterstützt Transformationsbestrebungen wie die von Airbus und anderen Unternehmen ausdrücklich, da sie ein wichtiger und notwendiger Beitrag sind, um das 1,5 Grad Ziel zu erreichen. Politische und wirtschaftliche Unterstützung erhalten die Unternehmen durch eine ganze Reihe von Maßnahmen und Programmen; in der Außenwirtschaftsförderung agiert der Bund über die Exportkreditgarantien als Transformationsbegleiter und fördert so den Umbau der Wirtschaft.

Bereits heute gibt es Deckungserleichterungen für klimafreundliche Geschäfte im Rahmen der Sonderinitiative Erneuerbare Energien. Besonders klimaschädliche Vorhaben nimmt der Bund dagegen nicht mehr in Deckung. Dies betrifft direkte Lieferungen und Leistungen für den Bau neuer oder die Erweiterung bestehender Kohlekraftwerke sowie Geschäfte, die mit einem routinemäßigen Ablassen und Abfackeln von Begleitgas bei der Erdölförderung einhergehen. 

Und es geht weiter. Aktuell arbeitet die Bundesregierung an einem Klimapaket für die Exportkreditgarantien. Das Klimapaket soll für verschiedene Sektoren – darunter auch die Luftfahrtindustrie- verbindliche und transparente Sektorleitlinien mit entsprechenden Transformationspfaden festlegen. Anhand dieser Leitlinien entscheidet der Bund dann, ob er eine Garantie übernimmt oder nicht.


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