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Ausländische Zulieferungen

Möchten Sie ausländische Zulieferungen in Ihre Exportabsicherung einbeziehen?
Hier erfahren Sie, ob es möglich ist und wie Sie vorgehen können.


Die 49-PLUS-Regelung bei Einzeldeckungen

Die „49-PLUS-Regelung“ unterscheidet bei Einzeldeckungen zwischen Exportgeschäften mit einem Auslandsanteil von bis zu 49 Prozent und über 49 Prozent. Konkret bedeutet dies: Der Bund benötigt bei Ihren Exportgeschäften mit einem Auslandsanteil von bis zu 49 Prozent des Auftragswerts keine nähere Begründung. Bei Geschäften mit einem ausländischen Lieferanteil von über 49 Prozent entscheidet der Interministerielle Ausschuss auf Einzelfallbasis, ob eine Indeckungnahme möglich ist.

Die örtlichen Kosten – also die Lieferungen und Leistungen aus dem Bestellerland – können in die Deckung miteinbezogen werden. Gemäß dem OECD-Konsensus (PDF, 1,4 MB) ist dies bei Kreditgeschäften mit einer Laufzeit von mehr als zwei Jahren bis zu einer Höhe von 23 Prozent des Gesamtauftragswerts möglich. 

49-Plus-System

KOSTENLOSE VORANFRAGE

Sie können im Rahmen einer kostenlosen und formlosen Voranfrage schon vor Antragstellung eine unverbindliche Indikation einholen, ob eine Exportkreditdeckung übernommen werden kann, wenn der Anteil ausländischer Zulieferungen und örtlicher Kosten 49 Prozent übersteigt. Die Voranfrage ist selbstverständlich freiwillig und keine Voraussetzung für die Antragstellung. Der Vorteil für Sie ist, dass Sie schon in einem frühen Stadium Ihrer Geschäftsanbahnung Planungssicherheit erhalten.

Für die Voranfrage schicken Sie uns bitte per E-Mail eine Projektskizze mit folgendem Inhalt:

  • Projektbeschreibung
  • geplante Lieferstruktur
  • Begründung für den hohen Auslandsanteil
  • Bedeutung des Projekts für Sie als Exporteur und den deutschen Standort

Im nächsten Schritt prüfen wir die Begründung für die Überschreitung der Quote von 49 Prozent. Sofern erforderlich, erhalten Sie die Gelegenheit, die Projektumstände im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zu präsentieren. Nach Prüfung des Sachverhalts erhalten Sie eine schriftliche Indikation über die Höhe der deckungsfähigen ausländischen Zulieferungen. Die endgültige Entscheidung trifft jedoch der Interministerielle Ausschuss, nachdem Sie einen regulären Antrag gestellt haben.

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INDECKUNGNAHME von Geschäften im Rahmen der 49-PLUS-REGELUNG

Insgesamt gilt, dass Exportgeschäfte im Einzelfall auch mit einem überwiegend ausländischen Zulieferanteil in Deckung genommen werden können. Bei der Bewertung steht für dem Bund im Mittelpunkt, inwieweit mit dem in Deutschland verbleibenden Anteil eine hohe Förderwirkung, insbesondere unter dem Aspekt der Arbeitsplatzwirksamkeit in Deutschland, erreicht wird.  In der Vergangenheit hat der Bund z.B. positiv berücksichtigt, dass

die Gesamtprojektsteuerung in Deutschland liegt,

  • die Schlüsseltechnologie aus Deutschland stammt,
  • bestimmte Komponenten nur im Ausland verfügbar sind,
  • in Deutschland nicht ausreichend Kapazitäten vorliegen, um den vereinbarten Lieferzeitpunkt einzuhalten,
  • der ausländische Besteller die Einbeziehung bestimmter nicht in Deutschland ansässiger Lieferanten zur Bedingung gemacht hat.

Weitere Informationen zur Einbeziehung ausländischer Zulieferungen finden Sie auch in der Broschüre „HERMESDECKUNGEN SPEZIAL – Einbeziehung von Auslandsanteilen in die Hermesdeckung“ (207 KB). 

 

REGELUNGEN FÜR SAMMELDECKUNGEN

Falls Sie die Sammeldeckungen APG oder APG-light mit kurzfristigen Zahlungsbedingungen in Anspruch nehmen, gilt für Sie eine andere Regelung. Im Regelfall können bis zu 100 Prozent Auslandsware in Deckung genommen werden. Abweichungen gelten für bestimmte Geschäftsmodelle. Sprechen Sie uns dazu gerne an.