OECD-weit sind einheitliche Käuferkategorien festgelegt, deren Anzahl sich je nach Länderkategorie unterscheidet und die sich grundsätzlich an externen Ratings orientieren. Der Konsensus beschreibt entsprechende Kriterien zur Bewertung der Käuferrisiken und der Zuordnung in einzelne Käuferkategorien. Die eigentliche Käuferrisikobewertung und -einstufung ist jedoch Sache der nationalen ECAs. 

Es gilt die folgende Matrix von Länder- und Käuferkategorien mit den jeweiligen Orientierungen an externen Ratings:


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Die Käuferkategorie SOV steht für den jeweiligen „Sovereign“, also das Finanzministerium oder die Zentralbank. Außerdem wird diese Kategorie für multilaterale und regionale Finanzinstitute verwendet, denen eine Länderkategorie zugeordnet wurde. Eine Besonderheit des deutschen Systems ist die Kategorie SOV-, welche für alle anderen staatlichen Käufer gilt.

Die Käuferkategorien CC0 – CC5 gelten für private Käufer, wobei ein privater Käufer der Kategorie CC0 für ein dem Sovereign gleichgestelltes Risiko steht. Die Kategorie SOV+ wird nur im Ausnahmefall vergeben, wenn ein privater Käufer ein besseres externes Rating einer anerkannten Ratingagentur (Fitch, Moody’s oder Standard & Poors) aufweist als das Land, in dem er seinen Sitz hat.

Die Zuordnung eines Käufers in eine dieser Kategorien bewirkt, dass bei der Festlegung der Gesamtprämie ein Zuschlag – der in Abhängigkeit von der jeweiligen Käuferkategorie variiert – auf das Länderrisiko, d.h. der Prämie für die Käuferkategorie SOV, berechnet wird. Ausgenommen sind die Käuferkategorien CC0, für die die gleichen Prämiensätze wie für die Kategorie SOV gelten, die Kategorie SOV+, für die ein Abschlag von 10% auf die Prämie der Kategorie SOV berechnet wird, sowie die nur im deutschen System angewendete Kategorie SOV-, für die ein Zuschlag von 10% auf die Prämie der Kategorie SOV berechnet wird.

Analog zum Verfahren hinsichtlich der Länderkategorie ist auch die Käuferkategorie während der Laufzeit einer Grundsatzzusage garantiert. Bei Verlängerung der Grundsatzzusage wird die Käuferkategorie überprüft; diese Überprüfung kann zu einem abweichenden Ergebnis, d. h. zu einer Anpassung der Käuferkategorie, führen. Da bei der Kategorisierung maßgeblich auf die Jahresabschlusszahlen abgestellt wird, ist somit gewährleistet, dass zumindest bei einer möglichen zweiten Verlängerung die Überprüfung auf Basis aktualisierter Kennzahlen gegenüber der Erstkategorisierung erfolgen kann.

In den meisten nationalen Systemen (so auch auf deutscher Seite) ist die Entgeltberechnungsformel bei der Veröffentlichung vereinfacht dargestellt, so dass die Komposition der Gesamtsätze aus Länderrisikoanteil und Käuferzuschlag  nicht mehr ersichtlich ist.

Im Berechnungsmodell TCMB für die Markttestländer können die Käuferkategorien CC1 – CC5 sowie externe Ratings der Käufer von anerkannten Ratingagenturen (Fitch, Moody’s und Standard & Poors) eingegeben werden.

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