Fokus Iran

Absicherungsmöglichkeiten für Geschäfte in und mit dem Iran

 Im Juli 2016 hat die Bundesregierung die Beschlusslage für den Iran geändert. Seitdem können Lieferungen und Leistungen in den und mit dem Iran wieder mit Exportkreditgarantien abgesichert werden – ein Schritt, der von Exporteuren und Banken sehr begrüßt wurde, gleichzeitig aber auch mit einer Reihe von Fragen verbunden war. Um diesem starken Informationsbedürfnis gerecht zu werden,  haben wir im vergangenen Jahr mit Fokus Iran diese spezielle Infoseite eingerichtet. Hier finden Sie ein umfassendes FAQ, nützliche Adressen sowie unsere Ansprechpartner rund um das Thema Iran. Zudem wurden im Zeitraum vom Juli bis Dezember 2016 regelmäßig aktuelle Meldungen rund um das Thema Iran veröffentlicht. Nachdem das wesentliche Informationsbedürfnis inzwischen befriedigt ist, wurde dieser speziellen Service Ende 2016 eingestellt, Ihnen stehen die archivierten Meldungen jedoch weiterhin am Ende dieser Seite zur Verfügung.

Überblick über den Umgang mit weiterhin bestehenden Sanktionen

Sowohl die EU als auch das US-Finanzministerium haben Handreichungen zum Umgang mit den Sanktionserleichterungen veröffentlicht, die die wesentlichen Informationen sowie hilfreiche Erläuterungen enthalten. Diese finden Sie hier:

Ihre Ansprechpartner zum Thema Iran

Karina Lasch

Sammeldeckung

Dr. Romeo Grill

Volkswirtschaftliche Analysen

Ingo Schwutke

Einzeldeckung

Archiv Aktueller Meldungen (Juli bis Dezember 2016)

Gut ein Dutzend Irangeschäfte hat der Bund seit Öffnung der Deckungspolitik bis dato positiv entschieden – vorwiegend zu kurzfristigen Zahlungsbedingungen und auf Akkreditivbasis. Nun hat der Bund erstmals ein Geschäft zu Kreditbedingungen positiv entschieden. Über die Finanzierung des Geschäfts wird derzeit noch verhandelt. Darüber hinaus hat der Bund einem Antrag der OeKB auf Rückversicherung grundsätzlich zugestimmt.

Ob Sammeldeckung, Einzeldeckung, oder Finanzkreditdeckung: Exporteure und Banken, die eine Hermesdeckung für ein Irangeschäft beantragen, müssen im Vorfeld erklären, dass das Geschäft nicht gegen bestehende Sanktionen verstößt. Die Sanktionskonformitätserklärungen stehen Ihnen ab sofort im Downloadcenter zur Verfügung.

Die Nachrichtenagentur Reuters analysiert die aktuelle wirtschaftliche und politische Situation im Iran und geht der Frage nach, inwieweit Hermesdeckungen nach Öffnung der Beschlusslage im Juni 2016 zur Absicherung von Geschäften in und mit dem Iran bereits wieder genutzt werden. Edna Schöne, Vorstandsmitglied der Euler Hermes AG wird u.a. mit folgender Aussage zitiert: "Das Interesse ist groß und die Nachfrage nach Exportkreditgarantien hoch. Das gilt sowohl für die Zahl der Anträge als auch der Voranfragen."

Den vollständigen Bericht finden Sie auf reuters.com.

Das Interesse an der Absicherung von Irangeschäften mit Hermesdeckungen ist weiterhin groß. Auf dieser Seite berichten wir kontinuierlich über die aktuellen Entwicklungen. Die Bedingungen für die Übernahme einer Exportkreditgarantie sind hier einsehbar.

Es ist ein wichtiger Schritt zur weiteren Vertrauensbildung und Stärkung der deutsch-iranischen Handelsbeziehungen: Euler Hermes und die iranische Exportkreditversicherung Export Guarantee Fund of Iran (EGFI) haben sich darauf verständigt, künftig verstärkt zusammenzuarbeiten und ihren Informations- und Erfahrungsaustausch zu intensivieren. Ein entsprechendes Memorandum of Understanding (MoU) wurde am 25.10.2016 am Rande der Jahrestagung der Berner Union in Lissabon unterzeichnet. 

Bei der Delegationsreise von Bundeswirtschaftsminister Gabriel in den Iran spielte auch das Thema Exportkreditgarantien eine wichtige Rolle. Welch hohen Stellenwert Hermesdeckungen für die Wiederbelebung der deutsch-iranischen Handelsbeziehungen haben, zeigt schon die Tatsache, dass gleich mehrere Vertreter der mit dem Management der Exportkreditgarantien beauftragten Mandatare an der Delegationsreise teilnahmen. Vor Ort informierten sie Unternehmen, Banken und weitere Wirtschaftsvertreter über die Möglichkeiten dieses zentralen Instruments der deutschen Außenwirtschaftsförderung. Hermesdeckungen für Irangeschäfte sind seit Mitte des Jahres grundsätzlich wieder möglich. Erste Geschäfte wurden bereits in Deckung genommen.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat am Wochenende die 5. Sitzung der Deutsch-Iranischen Gemischten Wirtschaftskommission in Teheran eröffnet. Es ist die erste Sitzung nach 15 Jahren. An der Delegationsreise in den Iran nehmen u.a. 120 Vertretern der deutschen Wirtschaft teil. Weitere Informationen zur Delegationsreise finden Sie in der Pressemitteilung des BMWi. Die überregionale Presse berichtet heute ausführlich über die Iranreise und die wirtschaftlichen Möglichkeiten deutscher Unternehmen in dem Land.

Es geht weiter voran: In seiner September-Sitzung hat der Interministerielle Ausschuss für Exportkreditgarantien weitere Iran-Geschäfte in Deckung genommen.

Auf den Tag genau vor drei Monaten hat der Bund den Weg für die Übernahme von Exportkreditgarantien für Geschäfte in und mit dem Iran freigemacht. Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen: Seit Öffnung der Deckungspolitik haben Exporteure gut zwei Dutzend Anträge auf Einzeldeckungen gestellt, von denen einige bereits positiv entschieden wurden. Das Interesse an Irandeckungen ist weiterhin hoch. Das zeigen u.a. die von den Industrie- und Handelskammern zusammen mit Euler Hermes angebotenen Infoveranstaltungen. Ein wichtiger Schritt im zurückliegenden Quartal war die Anerkennung der Bank of Industry and Mine (BIM) als erste Akkreditivbank für das Kurzfristgeschäft.

Die Iran Small Industries and Industrial Parks Organization (ISIPO) und das Land Baden-Württemberg arbeiten künftig eng zusammen. Eine entsprechende, über fünf Jahre laufende Vereinbarung, wurde jüngst unterzeichnet. Die Vereinbarung sieht unter anderem auch den Austausch von Wirtschafts- und Handelsdelegationen vor. Nähere Informationen hierzu finden Sie hier.

APG-Kunden, die bereits Deckungen für Geschäfte in den Iran beantragt haben, haben von den Mandataren jüngst ein Schreiben erhalten, in dem ihnen noch einmal der Umgang mit den geltenden Sanktionsvorschriften näher erläutert wird. Eine zu unterzeichnende Sanktionserklärung liegt dem Schreiben bei. APG-Kunden, die den Iran noch nicht in der Länderliste haben, erhalten die Sanktionserklärung, sobald sie einen Antrag auf Deckung gestellt haben.

Dass Exportgeschäfte wieder mit Hermesdeckungen abgesichert werden können, ist ein wichtiger Schritt zur Normalisierung der Geschäftsbeziehungen zwischen Deutschland und dem Iran, schreibt die Süddeutsche Zeitung.
Die volle Wirksamkeit könnten die Hermesdeckungen jedoch erst dann entfalten, wenn genügend Geldhäuser zur finanziellen Abwicklung der Geschäfte bereit sind, so das Fazit der SZ. 

Der Außenhandel mit dem Iran gewinnt an Fahrt. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres lieferten deutsche Unternehmen Waren im Wert von 1.133 Mio. Euro in den Iran. Dies ist ein Plus von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. (Quelle: Statistisches Bundesamt.)

Exporteure, die an Geschäften mit dem Iran interessiert sind, sollten auf jeden Fall die Website von Germany Trade & Invest (GTAI) besuchen. Hier finden sie Informationen zu verschiedensten Themen - von laufenden Ausschreibungen über Rechts-, Zoll- und Sanktionsfragen bis hin zu Branchen- und Potenzialanalysen. GTAI stellt die Informationen kostenlos zur Verfügung. Der Nutzer muss sich lediglich einmalig registrieren.

Die Tagung "Next steps to Iran Business" zu Finanzierungsmöglichkeiten, Anknüpfungspunkten in Freihandelszonen und Erfahrungsberichten wird von der IMG Sachsen-Anhalt GmbH und dem Wirtschaftsministerium des Landes für interessierte Unternehmer durchgeführt.

Bundesweit nutzen Exporteure und Banken die von der IHK und Euler Hermes veranstalteten Beratertage, um sich über Absicherungs- und Finanzierungsmöglichkeiten für Geschäfte mit dem Iran zu informieren. Mehr als ein Dutzend solcher Veranstaltungen hat bereits stattgefunden. Und die Roadshow geht weiter. 
Eine Übersicht über die Termine und Orte finden Sie auf unserer Seite "Veranstaltungen".

"Auf der Überholspur" – In einem Iran Spezial befasst sich Markets International, das Magazin der GTAI für Märkte und Chancen, mit den Geschäftsaussichten im Iran. Fazit der Experten: Deutschen Unternehmen eröffnen sich Geschäftschancen in Milliardenhöhe. Doch die Risiken sollten nicht unterschätzt werden. Hier geht's zum Iran-Spezial (PDF, 6,7 MB).

Es ist ein wichtiger Schritt zur Vertiefung der deutsch - iranischen Handelsbeziehungen. In seiner Juli-Sitzung hat der Interministerielle Ausschuss für Exportkreditgarantien die Bank of Industry and Mine (BIM) als erste Akkreditivbank für das Kurzfristgeschäft generell anerkannt. Mehr hierzu lesen Sie im AGA-Report Nr. 268.

Absicherungsmöglichkeiten für Geschäfte in und mit dem Iran: Wichtige Hinweise, Voraussetzungen sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen haben wir für Sie in einem Fragen-Antwort-Katalog übersichtlich zusammengefasst.

Aktuelle Informationen zur politischen Situation und wirtschaftlichen Entwicklung im Iran bietet der Newsletter Teheran. Der von der AHK Iran herausgegebene Newsletter erscheint wöchentlich und ist für Mitglieder kostenlos.

AHK Iran: Zusammenarbeit mit dem Senior Experten Service, Stiftung der Deutschen Wirtschaft für internationale Zusammenarbeit GmbH (SES).