Default Alt-Tag

Solarstrom für Senegal

300 Dörfer im Senegal werden bis 2023 mittels einer dezentralen Solar-Stromversorgung erstmals elektrifiziert. Jedes der Dörfer erhält eine eigene Photovoltaikanlage, Batteriespeicher, LED-Straßenlaternen, Leitungen zur Verteilung des Stroms sowie Hausanschlüsse. Das von GAUFF Engineering geplante und realisierte Projekt trägt zu einer nachhaltigen Entwicklung der ländlichen Gebiete des westafrikanischen Landes bei. 

Die Bundesregierung unterstützt das Vorhaben mit einer Lieferantenkredit- und einer Finanzkreditdeckung. 

Photovoltaikanlage von Gauff Engineering

Hilfe für den verschmutzen Irrawaddy

Der Irrawaddy ist der größte Fluss Myanmars und gehört zu den schmutzigsten Flüssen der Welt. Ein Projekt der Weltbank verfolgt das Ziel, die Wasserqualität des Irrawaddy zu verbessern, die Navigation auf dem Fluss zu optimieren und einen Katastrophenschutz aufzubauen. Die im Emsland ansässige Berky GmbH lieferte im Rahmen des Projekts ein Amphibienboot zum Säubern von Wasser sowie zum Ausbaggern und Entschlammen nach Myanmar. 

Für das Geschäft übernahm die Bundesregierung eine Lieferantenkreditdeckung.

Amphibienboot auf dem Irrawaddy von Berky GmbH

Neues Werk für Eisenbahnräder in Indien

Die Düsseldorfer SMS group errichtet als Konsortialführerin ein neues Werk für Eisenbahnräder in der nordindischen Provinz Uttar Pradesh. Ab Herbst 2020 soll die vollautomatische Anlage jährlich 100.000 Räder für Lokomotiven und Hochgeschwindigkeitszüge fertigen. Es ist geplant, die Produktion später auf über 200.000 Räder auszuweiten. Das Projekt stärkt den klimafreundlichen Schienenverkehr in Indien. 

Die Bundesregierung übernimmt für die Anlage Fabrikationsrisiko- und Lieferantenkreditdeckungen.

Werk für Eisenbahnräder von SMS group

Sanierung des Abwassernetzes in Ecuador

Seit Anfang 2017 saniert die Ludwig Pfeiffer Hoch- und Tiefbau GmbH & Co. KG das Abwassernetz des La Chala-Beckens in Guayaquil, Ecuador. Im Rahmen des Projekts wurden 450 km Abwasserleitungen gereinigt. Darüber hinaus saniert das deutsche Familienunternehmen ca. 100 km des Abwassernetzes mit verschiedenen grabenlosen Technologien sowie 400 Schächte. 

Für das Vorhaben stellt die Bundesrepublik Deutschland eine isolierte Vertragsgarantiedeckung mit Avalgarantie zur Verfügung.

Ludwig Pfeiffer Hoch- und Tiefbau GmbH & Co. KG bei der Sanierung des Abwassernetzes in Ecuador

Fasern aus zerkleinerten PET-Flaschen

Das türkische Familienunternehmen Gama Recycle beliefert die Textilindustrie, den Automobilsektor und die Baubranche mit Fasern und Garnen aus Recycling-Materialien. Um die steigende Nachfrage nach ökologisch hergestellten Fasern und Garnen zu bedienen, hat sie mit Oerlikon Neumag aus Neumünster einen Vertrag über die Lieferung und Montage einer Anlage abgeschlossen, die aus zerkleinerten PET-Flaschen Stapelfasern herstellt. 

Die Bundesregierung übernimmt für das Geschäft eine Fabrikationsrisiko- und eine Lieferantenkreditdeckung sowie eine Finanzkreditdeckung. 

Auf dem Bild ist eine baugleiche Anlage zu sehen. 

Stapelfaseranlage Innenansicht von Oerlikon Neumag

Archiv Projektbeispiele 

Bei der Umgestaltung des Energiesystems setzt Uruguay auf erneuerbare Energien und deckt inzwischen mehr als die Hälfte des Primärenergieverbrauchs mithilfe erneuerbarer Energiequellen. Eines der wichtigsten Projekte ist in diesem Zusammenhang der Bau des Windparks „Pampa“. Er liefert jährlich bis zu 640 Gigawattstunden Strom und stellt damit die Versorgung von rund 180.000 Haushalten sicher. Der Windpark wurde in einer dünn besiedelten Region im Zentrum von Uruguay errichtet und ging Mitte 2016 wird ans Netz.  
 Die Hamburger Nordex-Gruppe lieferte im Rahmen des Projekts 59 leistungsstarke Windenergieanlagen nach Uruguay. Darüber hinaus übernahm die Nordex-Gruppe für mindestens zehn Jahre die Instandhaltung und Wartung. Das Projekt wurde von der KfW IPEX-Bank und der Bayern LB finanziert. Die Bundesrepublik Deutschland stellte für das als Projektfinanzierung strukturierte Vorhaben eine Finanzkreditdeckung sowie eine Lieferantenkreditdeckung. 
 
Auf dem Bild sind baugleiche Windenergieanlagen zu sehen.

Die Dieffenbacher GmbH errichtete im Bundesland Tabasco im Südosten Mexikos eine Komplettanlage zur Herstellung von 172.000 m3 mitteldichten und hochdichten Holzfaserplatten (MDF und HDF) pro Jahr. Ob Maschinen zur Zerkleinerung der Rundhölzer, zur Herstellung von Leim oder zur Verpackung der Endprodukte – Dieffenbacher war für das technologische Gesamtkonzept verantwortlich. Eine Gasturbine für die Stromerzeugung gehörte ebenfalls zum Lieferumfang, wobei deren Abwärme der MDF-Anlage zugeführt wird. Die Herstellung der Platten erfolgte mit möglichst wenig Rohstoff- und Energie-Einsatz. 
 Bisher mussten die mexikanischen Möbelproduzenten und Großhändler fast alle MDF-Platten aus den USA oder Chile importieren. Das veränderte sich dank der neuen Anlage. Das mexikanische Unternehmen Proteak – die Muttergesellschaft des Betreibers – bezieht das Holz für die Platten aus eigenen 8.000 ha großen Eukalyptusplantagen. Proteak verfügt über ein Zertifikat des Forest Stewardship Council (FSC) und bewirtschaftet sämtliche Flächen entsprechend der FSC-Vorgaben nachhaltig. 
 
Vor Ort hat die Anlage etwa 700 neue Arbeitsplätze geschaffen. Für das als Strukturierte Finanzierung konzipierte Projekt stellte die Bundesrepublik Deutschland eine Fabrikationsrisiko- sowie eine Lieferanten- und eine Finanzkreditdeckung. 

Bild 1, Anlage der Dieffenbacher GmbH
Bild 2, Holzfaserplatten aus Mexiko

Die MUEG Mitteldeutsche Umwelt- und Entsorgung GmbH realisierte in Lettland eines der größten Projekte im Umweltbereich: Das mittelständische Unternehmen führte für Säureteerablagerungen die umweltgerechte Entsorgung durch – von der Erarbeitung der Sanierungskonzeption, der Installation der Aufbereitungs- und der Abgasreinigungsanlage bis hin zur Grundwasserreinigung.
Auch für den Abbau, die Aufbereitung und den Transport der Säureteere zeigte sich das Unternehmen aus Braunsbedra in Sachsen-Anhalt verantwortlich. 
Die 30 km östlich von Riga gelegenen Deponien wurden in den Jahren 1950 bis 1980 zur Lagerung von Produktionsabfällen aus der Erdöl- und Schmierölverarbeitung genutzt. Von ihnen gingen erhebliche Gefahren für die Umwelt aus, denn aufgrund von fehlenden Abdichtungen der Gruben wurden Böden, Grundwasser und Oberflächenwasser kontaminiert. 
Die Beseitigung der Säureteere und Sanierung der Böden und Gewässer war daher dringend erforderlich. Die MUEG Mitteldeutsche Umwelt- und Entsorgung GmbH bereitete die ausgeschriebene Menge Säureteer, 30.200 t, vertragsgemäß auf. 

Das Projekt wurde zu 70 % aus Mitteln der Europäischen Union finanziert. Die Bundesrepublik Deutschland unterstützte das Vorhaben darüber hinaus durch Übernahme einer Lieferantenkreditdeckung und einer Leistungsdeckung.

Bild 1, Reinigung und Entsorgung
Bild 2, Aufbereitungsanlage

Erneut erhielt die Wietmarscher Ambulanz- und Sonderfahrzeug GmbH (WAS) einen Großauftrag aus Ägypten: Das mittelständische Unternehmen lieferte 250 Ambulanzen auf der Basis von Mercedes-Benz Vito an das ägyptische Gesundheitsministerium. 
Damit sind nun etwa 2.800 komplett medizinisch ausgestattete Fahrzeuge von WAS in ägyptischen Städten und ländlichen Regionen im Einsatz. 
Die Fahrzeuge ähneln rollenden Kliniken: Über einen Monitor werden vom Raumklima bis hin zur Beleuchtung alle Funktionen des Ambulanzbereiches gesteuert, an der Decke sind Druckluft-  und Sauerstoffventile installiert – ebenso ein Mediboard mit Anschlüssen für Defibrillatoren, Spritzenpumpen und Monitore.

Die Bundesrepublik Deutschland stellte für das Geschäft Vertragsgarantien mit Avalgarantien.

Bild 1, Ambulanzfahrzeug Außenansicht
Bild 2, Ambulanzfahrzeug Innenansicht