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Tierhaltung

Bei Projekten im Bereich Tierhaltung und -transport nimmt das Thema Tierwohl einen hohen Stellenwert ein. Die Bundesregierung hat sich daher innerhalb der OECD und der Weltbankgruppe für strengere Tierhaltungsstandards für die Außenwirtschaftsförderung eingesetzt. 

Bei Tierhaltungsprojekten im Anwendungsbereich der OECD-Common Approaches finden die World Bank Operational Safeguard Policies bzw. die Performance Standards on Environmental and Social Sustainability der International Finance Corporation sowie die relevanten Environmental, Health and Safety (EHS) Guidelines (Poultry Production, Poultry Processing, Mammalian Livestock Production etc.) der Weltbank-Gruppe Anwendung. Zur Beachtung tierschutzrechtlicher Aspekte wird zudem die IFC Good Practice Note on Animal Welfare in Livestock Operations (inklusive der so genannten Five Freedoms of Animal Welfare) als Orientierungshilfe herangezogen.  

Die Mehrzahl der Lieferungen für Tierhaltungsanlagen aus Deutschland hält bereits heute EU-Standards ein. In der Außenwirtschaftsförderung bei Tierhaltungsanlagen jedoch vollständig auf deutsche/EU-Standards abzustellen, hält die Bundesregierung hingegen für nicht zielführend. Bei der Berücksichtigung von EU-Standards allein durch Deutschland, kämen in der Regel Lieferanten aus anderen Ländern zum Zuge und es wäre kein positiver Beitrag zum Tierwohl erzielt worden.  

Tierwohl-Aspekte, die im Rahmen der Prüfung von Umwelt-, Sozial- und Menschenrechtsaspekten zum Tragen kommen, berücksichtigen beispielsweise den Zugang zu frischem Wasser und Futter, eine geeignete Unterbringung, veterinärmedizinische Vorgaben, die Möglichkeit zum Ausleben normaler Verhaltensmuster und Prozesse zur Vermeidung von Leid und Angst usw.

Bei Geschäften im Zusammenhang mit Tierhaltung außerhalb des Anwendungsbereichs der Common Approaches erfolgt für gewöhnlich eine Risikoprüfung der tierschutzrechtlichen Aspekte.