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Die neue APG

Einfachere Handhabung. Mehr Sicherheit.

Die APG ist eines der wichtigsten Förderinstrumente des Bundes und sichert Lieferungen und Leistungen deutscher Exporteure gegen Zahlungsausfälle ab. Auf diese Weise unterstützt der Bund deutsche Exporteure beim Wachstum und der Erschließung neuer Märkte im Ausland.

Gemeinsam mit dem Bund haben wir die APG überarbeitet und für Sie, als deutsche Exportwirtschaft, verbessert.

Die Neuregelungen bieten Ihnen künftig noch verlässlicheren Deckungsschutz als bisher und erleichtern die Handhabung Ihrer APG in der täglichen Praxis. 

Für die laufenden Verträge gelten weiterhin die zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses aufgeführten Allgemeinen Bedingungen. Die laufenden Verträge werden schrittweise ab dem 1. September 2017 zum Zeitpunkt der turnusmäßigen Vertragsverlängerung auf die neuen Allgemeinen Bedingungen umgestellt.

Folgendes Video fasst die Neuerungen für Sie zusammen:

Hier das Quiz zur neuen APG – Machen Sie mit:

Die wichtigsten Veränderungen im Überblick

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Das Regelwerk


Ihre Vertragsdokumente haben künftig ein völlig neues Erscheinungsbild. 

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Umsatz- und Nachmeldeverfahren

Der Deckungsschutz beginnt künftig bereits mit Versendung bzw. Leistungserbringung.

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Konkretisierung der Gefahrerhöhung

Fehlerquellen bei der 
Meldung der
Gefahrerhöhung minimiert. 

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Einheitliche Selbstbeteiligung

Die einheitliche Selbstbeteiligung von 10 Prozent kann weiterhin reduziert werden.

Das Regelwerk

Ihre Vertragsdokumente haben künftig ein völlig neues Erscheinungsbild. Während der APG-Vertrag wie ein Versicherungsschein nur noch die individuellen Daten Ihrer auf Sie persönlich zugeschnittenen APG enthält, bilden die Allgemeinen Bedingungen (AB) das Herzstück Ihrer Dokumentation.

Die AB wurden im Zuge der Reform vollständig neu formuliert und strukturiert. Alle für die Abwicklung Ihrer APG erforderlichen Regelungen – einschließlich der bislang in den AB (FAB) für die Forderungsabtretung gesondert geregelten Bestimmungen – finden Sie künftig in den AB zur APG. Sie sind Teil des APG-Vertrags und in vier Abschnitte unterteilt: 

  1. Zustandekommen des APG-Vertrages / Gedeckte Forderungen und abgesicherte Risiken
  2. Entschädigungsverfahren
  3. Abtretung
  4. Schlussbestimmungen

Alle thematisch zusammenhängenden Regelungen sind in den AB somit auf einen Blick gut zu finden und wie ein Handbuch aufgebaut. Für eine einfache Handhabe wurden die AB sprachlich von Grund auf überarbeitet und dienen Ihnen damit in der täglichen Praxis als hilfreiches Nachschlagewerk.

Umsatz- und Nachmeldeverfahren

Der Deckungsschutz beginnt künftig bereits mit Versendung bzw. Leistungserbringung und nicht mehr mit der Umsatzmeldung. Voraussetzung ist nur, dass ein für den Liefer- und Leistungswert ein ausreichendes Limit vorhanden ist. Dies hat den Vorteil, dass fehlerhafte Umsatzmeldungen nicht mehr von vornherein den Deckungsschutz gefährden. 

Reguläre Umsatzmeldung

  • Die Umsatzmeldung richtet sich zukünftig nach dem Rechnungs- und nicht mehr nach dem Versanddatum. Voraussetzung ist lediglich, dass die Fakturierung spätestens 30 Tage nach Versendung bzw. Leistungserbringung erfolgt.
  • Aufgrund des durch die Fakturierungsfrist verlängerten Meldezeitraums wird es im Gegenzug künftig nur noch den 15. eines Monats als regulären Umsatzmeldetermin geben. Zum 15. des Monats müssen Sie somit alle Ihre im Vormonat in Rechnung gestellten Forderungen melden

Nachmeldeverfahren

  • Versäumen Sie versehentlich einen Umsatz zum regulären  Umsatzmeldetermin (15. des Folgemonats) zu melden, ist die Nachmeldung Ihrer Forderungen noch innerhalb einer Nachmeldefrist von zwei Monaten möglich. Die Nachmeldung muss dabei unverzüglich erfolgen.
  • Um Sie jedoch nicht unnötig mit administrativen Abläufen zu belasten, reicht es insoweit aus, wenn Sie Ihre Forderungen in die nächste reguläre Umsatzmeldung aufnehmen. Die rechtzeitige Vornahme der Nachmeldung wird Gegenstand der Prüfung im Schadensfall sein.
  • Das Verfahren der Nachmeldung wurde in zwei Punkten entscheidend verbessert:
    • Treten innerhalb der zweimonatigen Nachmeldefrist gefahrerhöhende Umstände ein, schließt dies – anders als heute – eine wirksame Nachmeldung nicht mehr aus, da der Deckungsschutz schon mit Lieferung bzw. Leistung begonnen hat;
    • Die Nachmeldungen muss künftig nicht mehr als solche kenntlich gemacht werden, wodurch eine der häufigsten Fehlerquellen entfällt.
  • Bitte beachten Sie auch, dass es sich bei der Nachmeldefrist von 2 Monaten um eine Ausschlussfrist handelt, nach deren Ablauf die Meldung grundsätzlich nicht mehr akzeptiert werden kann.
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Konkretisierung der Gefahrerhöhung

Mit der Ungewissheit, ab wann eine Zahlungsverzögerung als gefahrerhöhender Umstand einzustufen und gemeldet werden muss, ist es jetzt vorbei.

Ein gefahrerhöhender Umstand besteht dann, wenn die Überfälligkeit der Zahlung mehr als drei Monate beträgt. Dies muss unverzüglich gemeldet werden.

Die Konkretisierung sorgt für mehr Rechtssicherheit.

Einheitliche Selbstbeteiligung

Mit der APG-Reform gibt es nur noch einen einheitlichen Selbstbeteiligungssatz von 10 Prozent. Dieser gilt sowohl für wirtschaftliche als auch politische Schäden. Auf Antrag kann weiterhin gegen ein entsprechend höheres Entgelt eine Reduktion der Selbstbeteiligung auf 5 Prozent erzielt werden.

Wann tritt die Reform in Kraft?

Die APG-Reform tritt zum 1. Juli 2017 in Kraft und gilt ab diesem Zeitpunkt für alle Neuverträge. Die Umstellung der laufenden Verträge auf die neuen AB wird schrittweise ab dem 1. September 2017 zum Zeitpunkt der jeweiligen turnusmäßigen Vertragsverlängerung erfolgen.


Muss ich als Bestandskunde etwas tun?

Derzeit besteht für unsere Bestandkunden kein konkreter Handlungsbedarf. Unser Außendienst kommt rechtzeitig vor der nächsten Verlängerung auf Sie zu und stellt Ihnen die Neuerungen persönlich vor.

  • Allerdings empfehlen wir Ihnen, schon jetzt zu prüfen, ob insbesondere die neuen Umsatzmelderegelungen möglicherweise Veränderungen in Ihren internen Abläufen erfordern.


Ich möchte mehr über die APG erfahren.

Sollten Sie zu der Reform weitere Fragen haben, stehen Ihnen Ihre Vertragsbearbeiter/innen sowie die Mitarbeiter des Außendienstes gerne beratend zur Seite.

Weitere Informationen zur Ausfuhr-Pauschal-Gewährleistung erhalten Sie auf der Produktseite.