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Pressemeldungen 2011
Neues Kooperationsabkommen fördert Handel mit Afrika
23.08.2011
- Exportgeschäfte und Investitionen erleichtert
- Enger Informationsaustausch zur Wachstumsregion Subsahara
- 2011: Hermesdeckungen für fast 470 Mio. EUR übernommen
- Aktueller Bestand der Investitionsgarantien bei 0,4 Mrd. EUR
23.08.2011 – Die Euler Hermes Kreditversicherungs-AG und die PricewaterhouseCoopers AG WPG, die gemeinsam im Auftrag der Bundesregierung die Exportkreditgarantien und Investitionsgarantien bearbeiten, und die African Trade Insurance Agency (ATI) haben heute in Nairobi ein trilaterales Kooperationsabkommen geschlossen. Ziel ist eine deutlich stärkere Förderung des Handels zwischen den Ländern der Subsahara-Region und Deutschland. Deutsche Unternehmen profitieren zudem vom vereinbarten Informationsaustausch beim Export nach Afrika bzw. bei Direktinvestitionen vor Ort.
„Afrika ist ein stark wachsender Markt mit erheblichem Potenzial für die deutsche Wirtschaft. Das nun geschlossene Abkommen unterstreicht diese Bedeutung und setzt ein wichtiges Zeichen für die Zusammenarbeit mit afrikanischen Unternehmen. Instrumente zur Absicherung von Exportgeschäften oder Direktinvestitionen sind seit der Finanzkrise ein noch wichtigerer Baustein in der Risikosteuerung der Unternehmen“, erläutert Andreas Klasen, verantwortlicher Partner bei PricewaterhouseCoopers. Gemeinsam mit Euler Hermes bearbeitet PwC die Exportkreditgarantien und Investitionsgarantien des Bundes.
Zu den 50 Ländern der Subsahara-Region gehören einige der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften weltweit. Noch liegt der Anteil der Region an der Weltwirtschaft unter 2 %. Doch während die gesamten deutschen Exporte seit 2006 um rund 7 % zunahmen, stiegen die Ausfuhren speziell in die Subsahara-Region um mehr als das Doppelte. Ein erheblicher Teil (6,3 %) dieser Exportgeschäfte ist mit Hermesdeckungen gegen einen Zahlungsausfall abgesichert. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2011 übernahm die Bun-desregierung Absicherungen für Geschäfte mit Subsahara-Afrika mit einem Volumen fast 470 Mio. EUR. Insgesamt beträgt das Kreditengagement in der Region mehr als 5 Mrd. EUR.
Investitionsgarantien sichern ausländische Direktinvestitionen vor politischen Risiken ab. Hierzu schließt die Bundesregierung als Voraussetzung Investitions- und -schutzverträge ab. Mit allen Ländern der Subsahara-Region bis auf Gambia bestehen diese Verträge. Bisher wurden hier Investitionsgarantien in Höhe von 1,7 Mrd. EUR übernommen. Der aktuelle Garantiebestand beträgt 0,4 Mrd. EUR.
Die intensivere Zusammenarbeit in Fragen der Exportkreditversicherung gehört zu den wesentlichen Vereinbarungen des Abkommens. Außerdem bereitet das Abkommen einen verstärkten Informationsaustausch über mögliche gemeinsame Projekte sowie eine enge Kooperation im Rahmen von Parallel-, Mit- und Rückversicherung vor.
Die neue Vereinbarung ergänzt das Netz von bi- und multilateralen Kooperationsvereinbarungen, die bereits mit 36 staatlichen Exportkreditagenturen bestehen. Die Abkommen erlauben es deutschen Unternehmen den veränderten globalen Warenströmen Rechnung zu tragen und z.B. Zulieferungen aus anderen Ländern leichter in ihre hermesgesicherten Exporte einzubeziehen. Damit wird die Stellung deutscher Exporteure im Wettbewerb verbessert. Darüber hinaus ergeben sich aus der Vereinbarung Chancen für deutsche Direktinvestitionen in den Ländern der Subsahara-Region.
Die 2001 gegründete African Trade Insurance Agency (ATI) ist der einzige multilaterale Versicherer in Afrika. ATI konzentriert sich auf die Absicherung von Handelskrediten und politischen Risiken, um Investitionen und Handel in Afrika zu unterstützen. Bislang wurden Projekte mit einem Volumen von mehr als 2,5 Mrd. US-Dollar, vor allem im Agrarsektor, in der Energiewirtschaft sowie im Infrastrukturbereich abgesichert. ATI ist derzeit in neun Ländern aktiv und will ihr Geschäft noch in diesem Jahr auf 15 Länder in West- und Ostafrika ausdehnen.
Die Exportkreditgarantien (Hermesdeckungen) sind seit 1949 ein wichtiges Instrument der staatlichen Außenwirtschaftsförderung in Deutschland. Der verlässliche Schutz der Exportwirtschaft vor Zahlungsausfällen gerade bei Ausfuhren in risikoreiche Märkte ist unverändert das zentrale Anliegen. Die Investitionsgarantien des Bundes helfen seit 1960 Unternehmen bei der Finanzierung und Absicherung ihrer Auslandsprojekte. Die Bundesregierung hat das Management einem Konsortium aus der Euler Hermes Kreditversicherungs-AG und der PricewaterhouseCoopers AG WPG übertragen.
Kontakt: Euler Hermes Kreditversicherungs-AG, Exportkreditgarantien der Bundesrepublik Deutschland, Ruth Bartonek, Pressesprecherin, 040/88 34-9241, ruth.bartonek@eulerhermes.com Internet: www.agaportal.de
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