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Pressemeldungen 2008

Hermesdeckungen für Infrastrukturprojekte

23.01.2008

  • Finanzierung und Absicherung von Auslandsgeschäften
  • Risikovorsorge bei langen Laufzeiten
  • Entwicklung von Finanzierungsstrukturen

Infrastrukturprojekte sind vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern mit erheblichen wirtschaftlichen und politischen Risiken behaftet. Zur Vorbeugung von Zahlungsausfällen bei Exporteuren und Banken stellt die Bundesregierung die staatlichen Exportkreditgarantien (Hermesdeckungen) zur Verfügung.

Infrastrukturgeschäfte zeichnen sich vor allen durch große Volumen und lange Laufzeiten aus. Projekte im Verkehrswesen oder Energiebereich haben in der Regel Kreditlaufzeiten von mindestens zehn, in einigen Fällen sogar 15 Jahren. Die Absicherung mit Hermesdeckungen ermöglicht nicht nur einen maßgeschneiderten Schutz vor den Risiken eines Auslandsengagements, sondern erleichtert zusätzlich die Refinanzierung des Projekts.

Die Bundesregierung sichert mit den Exportkreditgarantien Infrastrukturgeschäfte in aller Welt. Dabei spielen die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den jeweiligen Ländern eine entscheidende Rolle, wobei die Erarbeitung von neuen, tragfähigen Finanzierungsmodellen eine besondere Herausforderung darstellt. "Speziell in Russland besteht ein großer Investitionsbedarf.", wie Susanne Heinssen, Leiterin des Departments Underwriting von der mit dem Management der Hermesdeckungen betrauten Euler Hermes Kreditversicherungs-AG, betont. "Es ist eine besondere Herausforderung, neue Wege in der Besicherung zu beschreiten. Denkbar sind in diesem Zusammenhang Modelle wie Public Private Partnership."

Die Absicherung langfristiger Geschäfte erfolgt in der Regel über eine Lieferantenkreditdeckung, eventuell unter Einbeziehung eines ebenfalls hermesgesicherten Finanzkredits einer deutschen Bank. Die Prüfung der Bonität des Auslandskunden ist Vorraussetzung für die Übernahme einer Hermesdeckung. Eine weitere Möglichkeit zur Absicherung von Infrastrukturprojekten sind Projektfinanzierungen, also komplexe Exportgeschäfte, bei denen die Betriebskosten und der Schuldendienst für aufgenommene Fremdmittel aus dem Projekt selbst erwirtschaftet werden. Es kommt dabei weniger auf die Bonität des Auslandskunden als vielmehr auf das Projekt an sich an. Daher liegt bei diesen Geschäftstypen der Schwerpunkt stets auf einer sehr sorgfältigen Analyse und Bewertung der Projektrisiken. Beispielhafte Projekte sind die Absicherung des Flughafens Sparta, der Ausbau einer Mautstrecke in Kroatien und des Stadtreinigungssystems von Luanda.

Exporteure können die Beratung zu den Hermesdeckungen und die Absicherung von Infrastrukturgeschäften über den Außendienst oder die Zentrale in Hamburg kostenlos in Anspruch nehmen.

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