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Pressemeldungen 2006
Hermesdeckungen: Indien wird als Exportmarkt immer interessanter
13.04.2006
- Indien erstmals in der Liste der Top-Ten-Länder
- Steigerung der Absicherungen um mehr als 60 %
- Bonitätsprüfung der Auslandskunden wichtiges Absicherungskriterium
- Hermesdeckungen zur Förderung der Handelsbeziehungen
Exportkreditgarantien (Hermesdeckungen) für Geschäfte mit indischen Kunden gewinnen seit mehreren Jahren an Bedeutung. Doch im Jahr 2005 gehörte das asiatische Land erstmals zu den zehn Ländern mit den höchsten neu übernommenen Absicherungen und nimmt inzwischen den achten Platz ein. In Zahlen ausgedrückt heißt das: Der Bund hat für Indien-Geschäfte mit einem Volumen von 723 Mio. EUR Hermesdeckungen übernommen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einer Steigerung um etwas mehr als 60 %.
Asien, und in der letzten Zeit gerade Indien, hat sich als dynamische Wirtschaftsregion etabliert, die zunehmend unabhängig von den Entwicklungen der US-Märkte wird. Für 2006 wird bei einem starken Industriewachstum und dem expandierenden Dienstleistungssektor eine Steigerung der Wirtschaft um 7 % prognostiziert. Die sich stabilisierende politische und wirtschaftliche Entwicklung des Landes begleitet der für die Vergabe von Hermesdeckungen zuständige Interministerielle Ausschuss (IMA) aufmerksam. Bis September 2000 begrenzte ein Plafond die Höhe der mit Hermesdeckungen abgesicherten Indien-Geschäfte. Mit dem Wegfall des Plafonds bestehen nunmehr keine Einschränkungen in der Deckungspolitik.
Der breite Fächer aller Hermesprodukte - von Ausfuhr-Pauschal-Absicherungen, über Bauleistungsdeckungen bis hin zur Deckung von Lieferanten- oder Finanzkrediten - eröffnet den Exporteuren und Banken zahlreiche Möglichkeiten zur Absicherung. Gerade im Exportgeschäft mit Indien wird die gesamte Bandbreite der Hermesdeckungen genutzt, um die höchst unterschiedlichen Projekte, Laufzeiten und Bedingungen abzusichern. Banksicherheiten sind in Indien aufgrund der Regularien der indischen Zentralbank für Devisenkredite nur sehr eingeschränkt erhältlich. Daher werden die Projekte üblicherweise auf Corporate Risk-Basis, d.h. auf Basis der Bonität des indischen Käufers, in Deckung genommen. Gegebenenfalls ist eine Besicherung des Geschäfts durch dingliche Sicherheiten erforderlich. Die ausführliche Prüfung der Zahlungsfähigkeit der indischen Seite gibt den deutschen Exporteuren wertvolle Hinweise zum engeren wirtschaftlichen Umfeld des jeweiligen Geschäfts. Eine Leistung, die viele Unternehmen oftmals nicht aus eigener Kraft erbringen können.
Staatliche Exportkreditgarantien sind für viele Unternehmen eine unverzichtbare Hilfe, wenn das Risiko von Auslandsgeschäften abgesichert werden soll. Vor allem der Export in schwierige oder unsichere Märkte wird dadurch erheblich erleichtert, da bei Ausfall der Zahlung die Versicherung einspringt. Rund 75 % aller Hermesdeckungen werden für Lieferungen in Entwicklungs- und Schwellenländer gewährt, weil Angebote der privaten Ausfuhrkreditversicherung hierfür nur in begrenztem Umfang zur Verfügung stehen.
Kontakt: Euler Hermes Kreditversicherungs-AG, Exportkreditgarantien
des Bundes,
René Andrich, Pressesprecher, 040 / 8834 - 9159

