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AGA-Report: Liberia
AGA-Report Nr. 174, 2/2009:
Wegen steigender Überfälligkeiten aufgrund der wirtschaftlichen Schwierigkeiten Liberias hatte der Ausschuss 1984 die Deckungsmöglichkeiten aufgehoben. Seit Amtsübernahme der ersten demokratisch gewählten Nachkriegsregierung im Jahre 2006 hat der schwierige Wiederaufbau des durch den lang anhaltenden Bürgerkrieg zerstörten Landes begonnen. Die durchgeführten Investitionen in die Rehabilitierung der Infrastruktur, die Plantagenwirtschaft und den Bergbau haben zu hohen Wachstumsraten geführt. Dennoch bleibt die finanzielle Unterstützung der internationalen Gemeinschaft unverzichtbar.
Der deutsche Export liegt seit mehreren Jahren bei durchschnittlich EUR 200 Mio. Um den Handel mit dem kleinen privaten Sektor zu unterstützen, eröffnet der Ausschuss zunächst Deckungsmöglichkeiten für Lieferungen mit kurzfristigen Zahlungszielen. Nunmehr können Geschäfte mit Kreditlaufzeiten bis zu 90 Tagen und Auftragswerten bis zu EUR 250.000 mit Hermesdeckungen abgesichert werden, wenn der ausländische Besteller
- ein verbundenes Unternehmen ist oder
- ein Unternehmen, das einem internationalen Konzern angehört, dessen Bonität außer Zweifel steht, oder
- wenn über den Besteller aussagefähiges Auskunftsmaterial vorliegt, welches bei Anlegung eines strengen Maßstabes eine Deckungsübernahme zulässt.
Bei Sammeldeckungen erfolgt bis auf weiteres wie auch bei anderen Märkten eine automatische Aufhebung des Deckungsschutzes für künftige Versendungen, wenn eine Zahlung nicht spätestens acht Wochen nach vereinbarter Fälligkeit eingegangen ist.
Für Geschäfte mit längeren Kreditlaufzeiten werden grundsätzlich keine Hermesdeckungen übernommen; zur Prüfung vorgelegt werden können jedoch kleinere, devisenwirksame Projekte mit privaten Bestellern. Daneben bestehen Deckungsmöglichkeiten für Projektfinanzierungen und Strukturierte Finanzierungen, gegebenenfalls auf Gegengeschäftsbasis.
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