Inhaltsbereich
AGA-Report: Honduras
AGA-Report Nr. 171, 11/2008:
Nach Überprüfung der derzeitigen Beschlusslage nimmt der Ausschuss moderate Verbesserungen in den Deckungsmöglichkeiten vor. So bestehen bei Geschäften mit Kreditlaufzeiten unter 12 Monaten keine formellen Einschränkungen. Für Exportgeschäfte mit darüber hinausgehenden Kreditlaufzeiten mit staatlichen Bestellern werden keine Hermesdeckungen übernommen. Dagegen können für private Abnehmer sowie von Fall zu Fall für Besteller des öffentlichen Sektors, sofern diese privatwirtschaftlich organisiert sind und ohne Rückgriff auf öffentliche Mittel wirtschaften, kleinere Projekte abgesichert werden. Daneben bestehen Deckungsmöglichkeiten für Projektfinanzierungen und sonstige Strukturierte Finanzierungen, gegebenenfalls auf Gegengeschäftsbasis. Wenn die Bonität des ausländischen Bestellers für eine Deckungsübernahme nicht ausreicht, sind sowohl bei kurzfristigen als auch bei mittel- und langfristigen Geschäften dennoch Deckungen möglich, wenn Banksicherheiten gestellt werden.
Honduras, das weiterhin eines der ärmsten Länder in Mittelamerika ist, hat sich in den letzten Jahren wirtschaftlich gut entwickelt. Der im Rahmen der HIPC-Entschuldungsinitiative gewährte Schuldenerlass hat dem Land fiskalisch Spielraum verschafft, sodass der IWF mittelfristig eine positive Entwicklung erwartet. Das Schwergewicht des deutschen Exports liegt im Maschinenbau, gefolgt von Chemikalien, Elektrotechnik, Mess- und Regeltechnik sowie Kraftfahrzeugen.
AGA-Report Nr. 149, 2/2007:
Die Deckung von Transitware und sonstiger Auslandsware war seit 1997 ausgeschlossen. Nachdem sich der Privatsektor der honduranischen Volkswirtschaft trotz schwieriger Rahmenbedingungen positiv entwickelt und die Zahlungserfahrungen aus mit Ausfuhr-Pauschal-Gewährleistungen gedecktem Geschäft ebenfalls gut sind, hebt der Ausschuss diese Deckungseinschränkung auf und kommt damit dem zunehmenden Bedarf an Absicherungsmöglichkeiten für Exportgeschäfte mit kurzfristigen Zahlungszielen entgegen.
Honduras erreichte im vergangenen Jahr ein reales Wirtschaftswachstum von 5,6 %, wozu insbesondere der Tourismus, die Telekommunikation, die Lohnveredelung und die Bauindustrie beitrugen. Während sich der private Sektor insgesamt positiv darstellt, ist die finanzielle Situation der öffentlichen Haushalte allerdings weiterhin angespannt und wird von Hilfskrediten und Erlassmaßnahmen getragen.
AGA-Report Nr. 96, 10/2003:
Vor dem Hintergrund der Verschuldungssituation des Landes werden die Deckungsmöglichkeiten für den öffentlichen Sektor aufgehoben. Dagegen verbleibt es für den privaten Sektor bei Deckungsmöglichkeiten für Geschäfte mit Kreditlaufzeiten bis zu 12 Monaten. Kleinere, devisenwirksame Projekte mit darüber hinausgehenden Kreditlaufzeiten werden im Einzelfall geprüft. Daneben sind Deckungen möglich für Projektfinanzierungen und sonstige strukturierte Finanzierungen, gegebenenfalls auf Gegengeschäftsbasis. Das generelle Akkreditiverfordernis wird aufgehoben, stattdessen erfolgt strenge Bonitätsprüfung anhand neuesten Auskunftsmaterials. Im Zweifel sind Banksicherheiten zu stellen.
AGA-Report Nr. 69, 11/1997:
Der Banco Centroamericano de Integración Económica (BCIE), Tegucigalpa, ein internationales Finanzierungsinstitut mit der Zielsetzung, die wirtschaftliche Entwicklung des privaten und öf-fentlichen Sektors in Mittelamerika zu fördern, war bisher schon als Garant und Darlehensnehmer bis zu einem Gesamtobligo von DM 60 Mio. anerkannt. Der Obligorahmen wurde jetzt auf DM 100 Mio. erhöht bei maximal DM 50 Mio. pro Einzelgeschäft.
Home

