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AGA-Report: Haiti
AGA-Report Nr. 183, 11/2009:
Die sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen für Haiti sind nach wie vor enorm. Jedoch kann die demokratische Regierung auch Fortschritte bei der Stabilisierung des Landes vorweisen. Der Ausschuss öffnet vorsichtig die Beschlusslage, um deutsche Exporteure in diesem Umfeld zu unterstützen. Deckungsmöglichkeiten bestehen nunmehr für Geschäfte mit dem privaten Sektor mit kurzfristigen Zahlungszielen bis zu 12 Monaten und im Einzelfall für kleinere Projekte auch mit darüber hinausgehenden Zahlungszielen. Dabei sind grundsätzlich Banksicherheiten erforderlich, auf die nur verzichtet werden kann, wenn
- es sich beim Besteller um ein mit dem Exporteur verbundenes Unternehmen handelt oder
- der Besteller einem internationalen Konzern angehört, dessen Bonität außer Zweifel steht oder
- s sich um einen Schuldner handelt, über den aussagefähiges Auskunftsmaterial vorliegt, welches bei Anlegung strenger Maßstäbe eine Deckungsübernahme ohne Sicherheiten rechtfertigt.
Nach dem Sturz des Präsidenten Aristides und den folgenden schweren Unruhen im Lande waren 1991 die Deckungsmöglichkeiten aufgehoben worden. Dennoch unterhielten deutsche Exporteure auf niedrigem Niveau dauerhafte Lieferbeziehungen und berichteten von guten Zahlungserfahrungen. Angesichts der schwachen öffentlichen Institutionen und des im Juni erfolgten Schuldenerlasses sind die Deckungsmöglichkeiten auf den privaten Sektor beschränkt.
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