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AGA-Report Nr. 204
Mai 2011
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Exportkreditgarantien der Bundesrepublik Deutschland
Deckungspraxis
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AGA-Report
Nr. 204 (93,7 KB)
Exportkreditgarantien der Bundesrepublik Deutschland
Jahresbericht zur Entwicklung der Exportkreditgarantien im Jahr 2010
Im Jahr 2010 hat die Bundesregierung deutsche Exporte im Wert von EUR 32,5 Milliarden mit Exportkreditgarantien abgesichert – so viel wie nie zuvor in der über 60-jährigen Geschichte dieses Förderinstrumentariums. Damit wurde der bisherige Spitzenwert im Krisenjahr 2009 (EUR 22,4 Milliarden) in der Phase der einsetzenden Erholung der deutschen Exportwirtschaft um 45 % übertroffen.
Es wurden neue Deckungen für Exportgeschäfte in 188 Länder übernommen. Erneut lag der Schwerpunkt mit 70,4 % des Deckungsvolumens bzw. EUR 22,9 Milliarden bei den Schwellen- und Entwicklungsländern. Für Russland wurde mit EUR 3,4 Milliarden das höchste Deckungsvolumen übernommen, gefolgt von China, der Schweiz, Brasilien und der Türkei. Mehr als die Hälfte des insgesamt abgesicherten Exportvolumens entfiel allein auf zehn Länder. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen Deckungen für das mittel- und langfristige Geschäft um gut drei Viertel auf 16,5 Milliarden Euro. Insbesondere Exportkreditgarantien für Großprojekte, Airbus-Flugzeuge sowie Schiffsprojekte führten zu diesem Anstieg. Der Anteil am Gesamtvolumen erhöhte sich dadurch von 42 % auf 51 %. Staatliche Absicherungen für kurzfristige Geschäfte nahmen, auch bedingt durch die Ausnahmeregelung der EU-Kommission zur Absicherung marktfähiger Risiken, um ein Viertel auf 16,0 Milliarden Euro zu.
Die Entschädigungszahlungen bewegten sich auf vergleichsweise niedrigem Niveau, auch wenn sie sich gegenüber dem Vorjahr um 38,6 % auf EUR 282 Millionen erhöhten. Zum zwölften Mal in Folge erreichten die Exportkreditgarantien mit EUR 606 Millionen ein positives Ergebnis zugunsten des Bundeshaushalts. Damit stieg der kumulierte Überschuss auf EUR 2,1 Milliarden. Im Haushaltsgesetz 2010 war der Ermächtigungsrahmen auf EUR 120 Milliarden erhöht worden, um angesichts der deutlich gestiegenen Nachfrage nach staatlichem Schutz vor Zahlungsausfällen ausreichende Mittel für die Übernahme von Exportkreditgarantien zur Verfügung zu stellen. Für das Jahr 2011 hat der Gesetzgeber den Ermächtigungsrahmen auf EUR 135 Milliarden festgesetzt.
Der Jahresbericht informiert ausführlich über die Deckungspolitik der Bundesregierung, die Arbeit des Interministeriellen Ausschusses und die Entwicklungen im vergangenen Jahr. Er kann bei der Redaktion des AGA-Reports angefordert werden. Der Bericht ist auch im Internet unter www.agaportal.de einzusehen und steht als Download zur Verfügung.
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