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Ausgewählte Projekte / Einzelprojekte 2009


Pilotprojekt in Vietnam mit Signalwirkung

Dezember 2009

Die Bundesregierung sieht die Errichtung des ersten Windparks in Vietnam, und zwar in der Provinz Binh Thuan an der Küste des südchinesischen Meers, mit einem Gesamtauftragswert von 30,5 Mio. EUR als besonders förderungswürdig an und gibt eine endgültige Zusage für zwei Ausfuhrdeckungen mit einer Finanzkreditdeckung.

Durch die Substitution konventioneller Energie werden jährlich ca. 58.000 t CO2 vermieden, die Gesamtleistung des „1 BIT Wind Park“ beträgt 30 MW. In zwei weiteren Schritten ist die Erweiterung auf 80 Windkraftanlagen geplant, was zu einer Gesamtleistung von dann 120 MW führt. Das Projekt ist darüber hinaus als CDM Projekt im Rahmen des Kyoto-Protokolls registriert. Die Exporteure erhoffen sich durch dieses Pilotprojekt eine hohe Signalwirkung für eine weitere Marktpositionierung in Vietnam.

Die Fuhrländer AG, Waigandshain, liefert insgesamt 20 Windenergieanlagen mit einer Leistung von jeweils 1,5 MW im Wert von 24 Mio. EUR. Eine erste Lieferung von fünf kompletten Anlagen – die inzwischen am Netz sind und einspeisen – erfolgte bereits ab September 2008 und wurde aus einem bestätigten Akkreditiv bezahlt. Aufgrund der weltweiten Finanzkrise konnte das Projekt bislang nicht vollständig durchgeführt werden. Nunmehr soll der komplette Windpark zu Kreditbedingungen abgewickelt werden. 15 Stahl-Windkrafttürme und Fundamenteinbauteile im Wert von 6,5 Mio. EUR werden von der SIAG Schaaf Industrie Aktiengesellschaft, Dernbach, geliefert. Darlehensgeber des Finanzkredites in Höhe von 28,6 Mio. EUR mit einer Kreditlaufzeit von zehn Jahren und zahlbar in 20 gleichen Halbjahresraten ist die Landesbank Baden-Württemberg, Leipzig.

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Besondere Förderungswürdigkeit eines Windparks in Aserbaidschan

September 2009

Die Mitaki Project GmbH, Hamburg, plant das erste große Infrastrukturprojekt in Aserbaidschan: In der Nähe der Stadt Sumgayit, eine der am stärksten verschmutzten Städte der Welt, entsteht ein Windpark aus 20 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 50 MW. Der Windpark wird voraussichtlich Ende 2010 betriebsbereit sein.

Die Lieferungen und Leistungen werden aus organisatorischen Gründen auf zwei Besteller aufgeteilt. Es handelt sich zum einen um die Caspian Management Systems LLC und zum anderen um die Aztorq Limited Liability Company. Die in Baku ansässigen Unternehmen haben jeweils zehn Windenergieanlagen mit einem Auftragswert von je 52 Millionen Euro bestellt. Darlehen in Höhe von je 56,2 Millionen Euro werden von der Landesbank Berlin AG und der Société Générale S.A., Frankfurt, gewährt.

Die Bundesregierung sieht dieses Vorhaben als besonders förderungswürdig an, da ca. 146.200 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr eingespart werden können und der zukunftsträchtige Bereich der Umwelttechnologie gefördert wird. Soziale und kulturelle Auswirkungen sind in Aserbaidschan nicht zu erwarten – das Projekt wird vielmehr als Chance gesehen, das „verschmutzte“ Image der Stadt zu verbessern.

Mitaki Project GmbH, Landesbank Berlin AG sowie Société Générale S.A. erhielten daher grundsätzliche Zusagen für eine Fabrikationsrisikodeckung, Ausfuhrdeckung und für Finanzkreditdeckungen.

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Recycling von Altreifen in Dubai

Januar 2009

Etwa 20 Millionen Altreifen lagern in Dubai Industrial City. Die Bundesregierung unterstützt eine umweltverträgliche Entsorgung der Reifenbestände durch Übernahme einer Fabrikationsrisikogarantie für den Export einer Recycling-Anlage. Die von der Amandus Kahl GmbH & Co. KG nach Dubai zu liefernde und zu montierende Anlage zerkleinert Altreifen und befreit sie von Stahl- und Textilanteilen. Das gewonnene Gummigranulat wird für die Herstellung einer breit gefächerten Produktpalette verwendet, wie beispielsweise für Bodenbeläge, Matten, Pflastersteine, Asphaltzusätze, Gummiformteile, Schuhsohlen und auch für die Reifenherstellung. Das Nebenprodukt Stahl wird zu 100 % wieder verwendet und zwar als Rohstoff für die Stahlproduktion. Die Anlage wird auf einem Grundstück in der Nähe der Altreifendeponie errichtet. Der Auftragswert für das Exportgeschäft beläuft sich auf 19,35 Millionen Euro.

Das Geschäft basiert auf kurzfristigen Zahlungsbedingungen und wird durch ein bestätigtes Akkreditiv abgesichert. Es gilt als besonders förderungsfähig, da die Anlage eine sehr umweltverträgliche Entsorgung von Altreifen ermöglicht.

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