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Inhaltsbereich
Einzelprojekte 2007
- Unterstützung des Feuer- und Katastrophenschutzes in Kroatien
- 45 Spezial-Rettungsfahrzeuge für die Stadt Istanbul
- Rotationsdruckmaschine für Zeitungsverleger aus Katar
- Bremer Export für ein sauberes Luanda
Unterstützung des Feuer- und Katastrophenschutzes in Kroatien
Die Regierung Kroatiens beauftragte 2003 ein deutsch-österreichisch-kroatisches Konsortium zur Lieferung von 210 Feuerwehren bis 2009. Die Chassis von DaimlerChrysler erhalten Aufbauten vom Marktführer Rosenbauer, Österreich und seiner deutschen Tochter Metz und werden mit Komponenten vom kroatischen Unternehmen IM Metal, mit bisher 50 neuen Arbeitsplätzen, komplettiert.
Die Lieferungen nach EU-Standards, ein kontinuierlicher Technologie-Transfer und die landesweite Fahrzeugverteilung, insbesondere in den Großstädten und der Küstenregion, sind nachhaltiger Beitrag zum Schutz Kroatiens und seiner Millionen Touristen. Bislang wurden 60 % des Vertrags realisiert und damit der veraltete und technisch verschlissene Fuhrpark der kroatischen Feuerwehreinheiten substanziell ersetzt. Die Bundesregierung unterstützt dieses Projekt seit 2003 mit Fabrikationsrisiko- und Ausfuhrbürgschaften. Für Vorbereitungen des geplanten Zusatzvertrages über weitere 190 Stück für die Lieferung 2010-2014 und damit einem Gesamtpotential von 400 Fahrzeugen mit mehr als 150 Mio. EUR gab nun der IMA grundsätzlich grünes Licht.
Mit den zusätzlichen Schwerpunkten Spezialfahrzeuge für Rettung und Katastrophenschutz, Dekontamination, Tunnel-Löschung, 2-Wege-Fahrzeuge und einer 3-Jahresprojektfinanzierung wird das laufende Projekt, in dem insbesondere Fahrzeuge zur Brandbekämpfung und Höhenrettung integriert sind, optimiert. Der gesamte After-Sales-Service wird durch kroatische Firmen realisiert. Das Projektmanagement liegt bei dem Konsortialführer DaimlerChrysler Export and Trade Finance, der seit 1998 erfolgreich mehrere Investitionsprojekte mit Indeckungnahmen des Bundes in der Adriaregion realisierte. (13.07.2007)
45 Spezial-Rettungsfahrzeuge für die Stadt Istanbul
Mit der Übernahme einer Exportkreditgarantie für einen gebundenen Finanzkredit unterstützt die Bundesregierung den Export von 45 Spezial-Rettungsfahrzeugen in die türkische Hauptstadt Istanbul. Der Gesamtauftragswert für dieses Exportgeschäft beläuft sich auf rund 45,5 Mio. US-Dollar, der gebundene Finanzkredit wird durch die ABN AMRO Bank N.V., Niederlassung Deutschland, Frankfurt am Main, bereitgestellt.
Gebaut werden die Fahrzeuge im Weisweiler Werk der IVECO Magirus Brandschutztechnik GmbH. Das Unternehmen gilt als weltweit führend auf dem Gebiet der Brandschutzfahrzeuge, -geräte und -ausrüstung. Für den Auftrag der Stadt Istanbul entwickelte IVECO Magirus gemeinsam mit dem amerikanischen Unternehmen GPV - ein Spezialhersteller für Sonderfahrgestelle - eine Fahrgestelllösung, die die speziellen Anforderungen der Stadt Istanbul voll erfüllt. Die Fahrzeuge sollen einerseits über eine perfekt funktionierende Rettungs- und Löschtechnik verfügen und andererseits straßen- als auch geländetauglich sein. D. h. die einzelnen Räder müssen einzeln angetrieben, gefedert und lenkbar sein. Damit können die Fahrzeuge auch in Katastrophensituationen wie z. B. nach Erdbeben eingesetzt werden.
Für die IVECO Magirus GmbH bedeutet der Auftrag eine 15 %ige Produktionsauslastung des Weisweiler Werkes für das laufende Jahr. (24.05.2007)
Rotationsdruckmaschine für Zeitungsverleger aus Katar
Für den Export einer Zeitungsrollenoffsetmaschine der MAN Roland Druckmaschinen AG übernahm der Bund eine Fabrikationsrisiko- und eine Ausfuhrgarantie. Der Gesamtauftragswert des Geschäfts beläuft sich auf einen zweistelligen Millionenbetrag, ausländischer Besteller ist die Gulf Publishing & Printing Company (GPPC) mit Sitz in Doha, Katar. Die KfW IPEX Bank in Frankfurt übernimmt für dieses Geschäft die Finanzierung und erhielt für eine Finanzkreditgarantie ebenfalls eine grundsätzliche Zusage.
Die MAN Roland Druckmaschinen AG wird die CROMOMAN-Zeitungsrollenoffsetmaschine Ende 2007 ausliefern, montieren und in Betrieb nehmen. Diese Maschine besitzt eine Kapazität von mindestens 50.000 Exemplaren pro Stunde und verfügt außerdem über eine Schnittstelle, die sie direkt mit der MAN Roland Zentrale in Deutschland verbindet. Damit wird es künftig möglich sein, Störungen der Anlage online beheben zu können, ohne eigens Techniker nach Doha entsenden zu müssen. Dies bedeutet eine deutliche Zeit- und Kostenersparnis für den Kunden.
Der etablierte Zeitungsverlag GPPC gibt derzeit zwei Tagungszeitungen heraus. Die Zeitungen Arrayah (in arabischer Sprache) und The Gulf Times (in englischer Sprache) erscheinen jeweils in einer Auflage von 30.000 Exemplaren. Nach Angaben der MAN Roland Druckmaschinen AG ist die Druckindustrie des Nahen Ostens auf einem Wachstumskurs, der deutlich über dem globalen Gesamtwachstum des Marktes liegt. Gleichzeitig ist die Branche durch einen starken Wettbewerb gekennzeichnet, d.h. viele Druckereien der Region investieren in neueste Drucktechnologien und -anlagen, um so wettbewerbsfähig zu bleiben. (19.03.2007)
Bremer Export für ein sauberes Luanda
Die zum Bremer Nehlsen-Konzern gehörende Rodiek & Co. GmbH liefert Ausrüstungsgegenstände für ein Stadtreinigungssystem im Wert von rund 9 Mio. US-Dollar an das angolanische Abfallentsorgungsunternehmen Cogite Servicos Ambientais Lda. (CSA), Luanda. Dieses mit einer Zahlungsgarantie des angolanischen Finanzministeriums unterlegte Exportgeschäft wird zu 85 % durch die AKA Ausfuhrkredit-Gesellschaft mbH, Frankfurt/Main finanziert, während der Bund im Rahmen der Hermesdeckungen mit einer Ausfuhr- und einer Finanzkreditgarantie zur Verfügung steht.
CSA ist ein privates Entsorgungsunternehmen, das von der Stadtverwaltung Luandas mit der Müllentsorgung eines Stadtteils der Hauptstadt beauftragt ist. Die hierfür erforderliche Ausrüstung - u.a. Müllfahrzeuge, Straßenkehrmaschinen, Muldenkipper, Traktoren, zwei Kranwagen sowie Müllbehälter unterschiedlicher Größe - importiert CSA aus dem Ausland. Außer aus Deutschland stammen kleinere Zulieferungen aus Großbritannien und Österreich.
Rodiek & Co. wurde gleich nach der Firmengründung 1988 die Verantwortung für ein Wiederaufbauprogramm der kommunalen Müllentsorgung in Luanda übertragen. Im Anschluss an diesen Vertrag übernahm die Bremer Firma die weitere Versorgung der Vertragspartner mit Fahrzeugen und Ausrüstung. Gemeinsam mit dem Partner CSA wurde insbesondere durch dieses Projekt eine Verbesserung und Ausweitung der eingesetzten Technik und damit eine hohe Qualität der erbrachten Dienstleistungen erreicht. (12.02.2007)

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