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Inhaltsbereich
Einzelprojekte 2005
- Luxusliner für Amerikanische Kreuzfahrtreederei
- 16 Diesel-Lokomotiven für Vietnam
- Wasserkraftwerk für Äthiopien: Voith Siemens liefert vier Turbinen
- Modernisierung und Erweiterung eines Stahlwerks in Saudi-Arabien
- Linde modernisiert und erweitert Abwasseranlage in Iasi
- Neues Passagierterminal für den Hauptstadtflughafen Esenboga
- Bilfinger Berger baut Abwasseraufbereitungsanlage in Fudschaira
- Mehr Service für Bankkunden: Wincor Nixdorf liefert 400 Geldautomaten nach Kasachstan
- Bund fördert Erneuerbare Energien weltweit: Hermesdeckung für Windpark in Taiwan
- Telvent Deutschland modernisiert Öl-Entladeanlage im Hafen von Havanna
Luxusliner für Amerikanische Kreuzfahrtreederei
Die Meyer Werft, Papenburg, hat mit der Royal Caribbean Cruises Ltd. einen Vertrag über den Bau und die Lieferung eines Kreuzfahrtschiffes geschlossen. Der Bund unterstützt dieses Exportgeschäft in Form einer Finanzkreditdeckung, der Finanzkredit selbst wird von der KfW in Frankfurt zur Verfügung gestellt. Der Auftragswert des Geschäfts beläuft sich auf über EUR 500 Mio., wobei der Vertrag die Option auf ein weiteres baugleiches Schiff enthält.
Das Kreuzfahrtschiff bietet rund 2.800 Passagieren Platz und umfasst bei einer Länge von 315 Metern 117.000 BRZ. Mit diesem Auftrag baut der Papenburger Spezialist für Passagierschiffe erstmals ein Schiff der so genannten Post-PanaMax-Klasse. Schiffe dieser Kategorie sind auf Grund ihrer Länge und Breite nicht mehr in der Lage, die Schleusen des Panama-Kanals zu passieren. Bislang wurden Schiffe dieser Größenordnung ausschließlich von anderen Werften gefertigt. Mit dem vorliegenden Auftrag bietet sich der Meyer Werft daher die Chance zum strategisch wichtigen Eintritt in ein neues und stetig wachsendes Marktsegment. Gleichzeitig werden durch eine Auslastung der Baudocks der Meyer Werft bis in das Jahr 2008 Arbeitsplätze in Papenburg gesichert. ( 14.12.2005)
16 Diesel-Lokomotiven für Vietnam
Die Siemens AG wird im Rahmen eines Konsortiums mit der Vossloh Locomotive GmbH aus Kiel 16 Diesel-Elektrische Lokomotiven nach Vietnam exportieren. Dieses Geschäft beinhaltet die Entwicklung und Konstruktion sowie die Fabrikation und Inbetriebsetzung der bis Mai 2007 zu liefernden Lokomotiven. Das Exportgeschäft hat einen Gesamtauftragswert von EUR 46,2 Mio. und wird durch den Bund sowohl in Form einer Fabrikationsrisiko- und Ausfuhrbürgschaft als auch einer Bürgschaft für einen gebundenen Finanzkredit unterstützt.
Finanziert wird der Kauf der Lokomotiven in Form einer Mischfinanzierung, bei der EUR 32,9 Mio. seitens des Ministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zur Verfügung gestellt werden. Der Finanzkredit selbst beläuft sich auf EUR 13,3 Mio. und wird bereitgestellt von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).
Besteller der 16 Lokomotiven ist das staatliche Unternehmen Vietnam Railways (VR), welches mit den neuen Fahrzeugen seine überalterte und zunehmend schwerer in Stand zu haltende Flotte an Schienenfahrzeugen modernisieren möchte. Die neuen, leistungsstarken Lokomotiven und ein aktuelles Modernisierungsprogramm für die Hauptverbindungslinie sollen es ermöglichen, die Fahrtzeit auf der Strecke zwischen Hanoi und Ho Chi Minh City von derzeit 30 auf künftig 26 Stunden zu verkürzen. Während der Fahrt kann an starken Steigungen, wie dem Wolkenpass Da Nang, auf den Einsatz so genannter „Helfer“ verzichtet werden. Diese bislang zusätzlich eingesetzten Lokomotiven stehen fortan anderweitig für die Abwicklung des steigenden Transportaufkommens zur Verfügung.
Der Eisenbahnverkehr Vietnams ist durch eine Hauptstrecke bestimmt, die auf einer Länge von ca. 1.700 km das stellenweise sehr schmale Land durchzieht. Zwei Verbindungslinien – im Norden in die Volksrepublik China und die Verbindung zum Seehafen Haiphong - besitzen eine zentrale Bedeutung für den zunehmenden Güterverkehr von und nach China. ( 07.12.2005)
Wasserkraftwerk für Äthiopien: Voith Siemens liefert vier Turbinen
Mit einer kombinierten Fabrikations- und Ausfuhrdeckung unterstützt der Bund den Bau und die Ausstattung eines Wasserkraftwerkes südwestlich von Addis Abeba. Für dieses Kraftwerk wird die Voith Siemens Hydro Kraftwerkstechnik GmbH & Co. KG den elektro-mechanischen Teil (u.a. vier Turbinen, Generatoren etc.) im Gesamtwert von EUR 57 Mio. liefern und vor Ort montieren. Teil des Kraftwerkneubaus ist ein Tunnel, welcher die Flüsse Gilgel und Omo miteinander verbindet und an dessen Ende ein Generatorenhaus mit den vier Turbinen stehen wird. Dieser Tunnelbau, mit einem Auftragswert von 220 Mio. EUR, wird durch eine italienische Baufirma abgewickelt und vollständig durch italienische Fördermittel finanziert. Der Gesamtauftragswert des Projektes beläuft sich auf EUR 277 Mio., von denen der deutsche Anteil aus Mitteln der European Investment Bank (EIB) finanziert wird. Diese Finanzierung über die EIB ermöglicht eine Realisierung des Geschäftes, obwohl die Deckungsmöglichkeiten für diese Größenordnung und Laufzeit eigentlich nicht ausgereicht hätten.
Das neue Kraftwerk entsteht am Fluss Omo, ca. 250 km westlich von Addis Abeba, und wird voraussichtlich 2008 mit einer Leistung von 420 Megawatt in Betrieb gehen. An gleicher Stelle wurde bereits 1998 ein Kavernenkraftwerk errichtet, für das Voith Siemens ebenso Turbinen lieferte und für das ebenfalls eine Bundesdeckung übernommen wurde. Der Bau eines weiteren Wasserkraftwerkes ermöglicht es Äthiopien, künftig auf teure Erdölimporte zur Energiegewinnung verzichten zu können und die natürlichen Ressourcen, überwiegend Holz, zu schonen. Auch kann einer zunehmenden Erosion des Bodens entgegengewirkt werden.
Der Bau des Wasserkraftwerkes fällt nicht unter die auf OECD-Ebene vereinbarten „Recommendation on Common Approaches on Environment and Officially Supported Export Credits" (Umweltleitlinien). Dennoch wurden die Umweltaspekte in die Prüfung des Projektes einbezogen. Im Ergebnis haben sich jedoch keine umweltrelevanten Aspekte ergeben, da die Speisung des neuen Wasserkraftwerkes aus einem bereits vorhandenen Staubecken erfolgen wird. Daher sind für das beschriebene Projekt keine Eingriffe in die Natur und mögliche Lebensräume notwendig. (04.11.2005)
Modernisierung und Erweiterung eines Stahlwerks in Saudi-Arabien
Die Siemens AG, Erlangen und die SMS Demag AG, Düsseldorf beteiligen sich jeweils im Konsortium mit der österreichischen Voest-Alpine Industrieanlagenbau GmbH & Co. an der Modernisierung und Erweiterung eines Stahlwerks der saudi-arabischen Hadeed (Saudi Iron & Steel Company) in Al Jubail. Während das gesamte Investitionsvolumen mit rund 695 Mio. Euro veranschlagt wird, liefern SMS und Voest-Alpine in einem ersten Projektabschnitt Erweiterungseinrichtungen für das bereits bestehende Warmwalzwerk sowie eine neue Warmdressieranlage in einem Gesamtwert von 130 Mio. Euro, wovon der deutsche Anteil gut 27 Mio. Euro ausmacht.
Ein weiterer Projektabschnitt betrifft den Ausbau des Elektrostahlwerks durch Siemens und Voest-Alpine, wobei Siemens Lieferungen und Leistungen für die übergeordnete Stromversorgung des Werks in einem Auftragswert von gut 32 Mio. Euro übernimmt.
Finanziert wird das Gesamtprojekt von der Frankfurter Niederlassung der Australia and New Zealand Banking Group ltd. Der Bund unterstützt das Geschäft mit einer kombinierten Fabrikationsrisiko- und Ausfuhrrisikodeckung, der Deckung der Erfüllungsgarantie für SMS, einer Ausfuhrrisikodeckung für Siemens sowie der Deckung des gebundenen Finanzkredits für den deutschen Lieferanteil.
Die Saudi Iron & Steel Company strebt mit der Investition eine Kapazitätserweiterung ihrer Anlage von bisher 0,8 Mio. auf 2 Mio. Tonnen warmgewalzten Stahls pro Jahr an. Außerdem sollen Warmbänder mit deutlich kleinerer Banddicke erzeugt werden. Material dieser Güte, für welches zunehmende Nachfrage vor allem in der Golfregion zu verzeichnen ist, wird u.a. für die Bauwirtschaft (Wasserleitungen) und die petrochemische Industrie, insbesondere für Öl- und Gasrohrleitungen, verwendet. ( 20.10.2005)
Linde modernisiert und erweitert Abwasseranlage in Iasi
Die Linde-KCA-Dresden hat im Rahmen einer internationalen Ausschreibung der Republik Rumänien den Auftrag zur Erweiterung und Modernisierung der Abwasseranlage in der im Nordosten des Landes gelegenen Stadt Iasi erhalten. Das Projekt hat einen Auftragswert von 24,1 Mio. Euro und wird zu 75 % aus ISPA-Mitteln der Europäischen Union finanziert – einem Programm, das beitrittswilligen Staaten den Weg in die EU erleichtern soll.
Die Anlage besteht aus zwei Behandlungsstufen: einer mechanischen Abwasser- und einer anaeroben Schlammbehandlung, bei der Mikroorganismen den Schlamm zu Wasser, Kohlendioxid und stabilisiertem Schlamm zersetzen, und ist für 4.200 Liter Abwasser pro Sekunde ausgelegt. Neben der erheblichen Verbesserung der Einleitwerte wird die erweiterte und modernisierte Anlage dazu beitragen, unkontrollierten Austritt von ozonschichtgefährdeten Gasen zu vermeiden, was somit zu einer deutlichen Senkung der Umweltbelastung im Raum Iasi führen wird.
Die Bundesregierung unterstützt das Projekt mit einer Fabrikationsrisiko- und Ausfuhrbürgschaft im Rahmen der Hermesdeckungen. ( 27.09.2005)
Neues Passagierterminal für den Hauptstadtflughafen Esenboga
Der Bund fördert die Errichtung eines neuen Passagierterminals auf dem Flughafen Esenboga in der türkischen Hauptstadt Ankara. Im Rahmen des rund 196 Mio. Euro teuren Projekts werden Hermesdeckungen für Zulieferungen der Hamburger LINCAS Electro Vertriebs-GmbH im Werte von 26,6 Mio. Euro übernommen. LINCAS fungiert als Generalexporteur und bündelt die Zulieferungen aus Deutschland, Italien und Spanien sowie einen lokalen türkischen Anteil. Zum Lieferumfang gehören u.a. Lichtanlagen, Parksysteme, Aufzüge, Rolltreppen, Automatisierung, Strom- und Wärmeversorgung, Komponenten für die Wasserversorgung und zur Telekommunikation, Feuermeldesysteme, Lüftungsanlagen sowie Zugangskontrollsysteme.
Im Rahmen seiner Förderung sichert der Bund 28,5 Mio. Euro eines Gesamtkredits in Höhe von 178,0 Mio. Euro ab, welcher der türkischen Betreiber- und Konzessionsnehmergesellschaft TAV Esenboga Yatirim Yapim ve Isletme A.S. von einem Bankenkonsortium unter Federführung der Bayerischen Hypo- und Vereinsbank AG, die diese Projektfinanzierung arrangiert hat, zur Verfügung gestellt wird.
Das voraussichtlich Mitte 2006 fertig gestellte neue Terminal ist mit einer Abfertigungskapazität von bis zu 10 Mio. Fluggästen im Jahr ausgelegt. Neben anderen begleitenden Infrastruktur- und Versorgungseinrichtungen ist ein mehrstöckiges Parkhaus mit 4.050 Stellplätzen vorgesehen. (25.07.2005)
Bilfinger Berger baut Abwasseraufbereitungsanlage in Fudschaira
Die Mannheimer Baufirma Bilfinger Berger AG erstellt zusammen mit Ihrer Tochter Passavant Roediger Anlagenbau GmbH eine schlüsselfertige Abwasseraufbereitungsanlage samt dazugehörendem Leitungsnetzwerk in Fudschaira, einem der sieben unabhängigen Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) am Golf von Oman. Finanziert wird das USD 105 Mio. teure Projekt über einen gebundenen Finanzkredit der ABN AMRO Bank N.V., Frankfurt/M. und über lokale Quellen.
Die vom Bund übernommene Hermesdeckung ist die erste für ein mittel-/langfristiges Geschäft mit Fudschaira. Die staatlichen Stellen des Emirates Abu Dabi und des Emirates Fudschaira sind in die Besicherung dieses Projektes eingebunden.
Beim Bau und Betrieb dieser Anlage kommen angabegemäß ausschließlich langjährig weltweit erprobte Verfahren zur Anwendung, für die eine große Anzahl an Referenzen vorliegen. Das Projekt stellt sich gerade aus Umweltsicht förderungswürdig dar; denn gegenüber der derzeitigen Situation, in der Abwässer in Sickergruben geleitet und die Abfälle dieser Gruben ungeklärt deponiert werden, bedeutet die Anlage eine deutliche Verbesserung: So wird der anfallende Klärschlamm angabengemäß keine problematischen Abfallstoffe enthalten und kann zur Bodenverfestigung weiterverkauft werden. Darüber hinaus werden die bei der Schlammfaulung anfallenden Gase zur Erzeugung einer optimalen Prozesstemperatur beitragen. Die Anlage erfüllt alle Umwelt-Auflagen und könnte – so der für die Klärtechnik verantwortliche Verfahrensgeber - in dieser Form auch in Deutschland stehen. (01.07.2005)
Mehr Service für Bankkunden: Wincor Nixdorf liefert 400 Geldautomaten nach Kasachstan
In der Zeit von Februar 2005 bis März 2006 liefert die Wincor Nixdorf International GmbH, Paderborn, 400 Geldautomaten und das entsprechende Zubehör an eine kasachische Leasingfirma. Die Selbstbedienungsterminals werden im Süden des Landes, in der früheren Hauptstadt Almaty und deren Umgebung, aufgestellt. Die neuen Geldautomaten sind ein wesentlicher Bestandteil beim Ausbau und der Modernisierung der Bankwirtschaft und des Zahlungsverkehrs vor allem für Privatleute.
Wincor Nixdorf ist einer der weltweit führenden Anbieter von IT-Lösungen für Retail-Banken und Handelsunternehmen. Gerade bei weitverzweigten Filialunternehmen können Geschäftsprozesse erheblich optimiert werden: Kosten und Komplexität lassen sich reduzieren und der Service für Endkunden wird verbessert.
Die Bundesregierung unterstützt dieses 9,9 Mio. US-Dollar teure Vorhaben mit einer Ausfuhrgarantie für die Wincor Nixdorf International GmbH und durch eine Finanzkreditgarantie für die Commerzbank AG, Frankfurt/Main, die dieses Exportgeschäft finanziert. ( 24.05.2005)
Bund fördert Erneuerbare Energien weltweit: Hermesdeckung für Windpark in Taiwan
Am 3. Februar hat der für die Vergabe von staatlichen Exportkreditgarantien zuständige Interministerielle Ausschuss die Übernahme einer Bundesdeckung, allgemein bekannt als Hermesdeckung, für die Errichtung eines Windparks in der taiwanesischen Provinz Miaoli beschlossen. Die Bundesregierung verfolgt damit konsequent die Zielsetzung der "Exportinitiative Erneuerbare Energien" und unterstützt aktiv den weltweiten Export von Technologien und Anlagen zur Nutzung regenerativer Energien. Die in Aurich ansässige ENERCON GmbH übernimmt im Auftrag von InfraVest Wind Power Corp., Taipeh, den Bau von 25 Windenergieanlagen. Die Absicherung dieses Exportgeschäfts durch den Bund erfolgt erstmals in Form einer neu konzipierten und seit Juli 2004 verfügbaren Lokalwährungsdeckung. Mit der bereitgestellten Deckung werden Lieferungen im Umfang von 43 Mio. Euro abgesichert. Finanzkreditgeber sind die KfW IPEX-Bank und die IKB, die in Kooperation mit der ANZ den Lokalwährungskredit bereitstellen.
Entwicklung, Finanzierung und Realisierung dieses ersten kommerziellen Windparkprojektes in Taiwan stehen in der Verantwortung der deutschen InfraVest GmbH aus der VWind AG Gruppe, die neben Projekten in Deutschland auch Windparks in China, Frankreich, Schweden, Spanien, Brasilien, Türkei und Off-shore plant und realisiert. Im vorliegenden Projekt kooperiert InfraVest mit der WPD AG, dem führenden Fondsanbieter im Windkraftbereich in Deutschland.
Die voraussichtlich im Oktober 2005 in Betrieb gehenden Windenergieanlagen stellen eine Gesamtleistung von fast 50 Megawatt bereit. Dies entspricht dem durchschnittlichen jährlichen Energieverbrauch von 20.000 europäischen Haushalten. Mit der Übernahme einer Hermesdeckung unterstützt der Bund die aktive Förderpolitik der taiwanesischen Regierung im Ausbau regenerativer Energien. Die Erschließung bislang ungenutzter eigener Ressourcen und die stetig wachsende Energieversorgung aus alternativen Energiequellen ermöglichen es Taiwan, künftig die hohen Primärenergieimporte deutlich zu reduzieren. Nach deutschem Vorbild wird das taiwanesische Parlament voraussichtlich noch im Frühjahr 2005 ein Gesetz zur Förderung regenerativer Energien verabschieden.
Um langfristig zukunftsfähige Windenergiemärkte zu schaffen und die Umsetzung internationaler Klimapolitik zu forcieren, unterstützt der Bund verstärkt den Export deutscher Windtechnologie. Die einheimische Windbranche ist weltweit führend in technischem Know-how: Marktstellung und Innovationskraft von Herstellern und Zulieferindustrie nehmen international eine Spitzenstellung ein. Als Marktführer in Deutschland und weltweit drittgrößter Hersteller von Windenergieanlagen ist die ENERCON GmbH ein exporterfahrener Anlagenbauer mit einer jährlichen Exportquote von 30 %. Zum Aufgabenspektrum gehören sowohl Bau und Installation von Windenergieanlagen als auch der technische Betrieb der Windparks. ENERCON bietet zudem einen umfassenden Planungsservice bei der Realisierung von Windparkprojekten weltweit an. (09.02.2005)
Telvent Deutschland modernisiert Öl-Entladeanlage im Hafen von Havanna
Die in Hamburg ansässige Telvent Deutschland GmbH wird im Auftrag des kubanischen Unternehmens Comercial Cupet S.A. eine Öl-Entladeanlage im Hafen von Havanna modernisieren. Dabei soll die bereits bestehende mechanische Anlage durch eine automatische Bedienungsvorrichtung ersetzt werden, um die gelagerten Erdölprodukte effizienter überwachen und verteilen zu können. Außerdem soll Telvent die vorhandenen Tankfahrzeuge mit elektronischen Kontroll- und Messsystemen ausstatten, die eine genaue Ermittlung des abgefüllten Treibstoffes und des restlichen Treibstoffvolumens im Tank erlauben.
Durch die Modernisierungsmaßnahmen werden Tropfverluste beim Betanken verhindert und der Diebstahl von Treibstoffen erschwert. Da die kubanische Regierung an einer größeren Effizienz und besseren Kontrolle der Öl-Lagerung und –Verteilung sehr interessiert ist, genießt das Projekt höchste Priorität. Die Bundesregierung unterstützt dieses 4,5 Mio. Euro teure Vorhaben mit einer Fabrikations- und Ausfuhrbürgschaft für Telvent Deutschland GmbH und eine Finanzkreditbürgschaft für die AKA Ausfuhrkredit-Gesellschaft mbH, Frankfurt/a. Main, die dieses Exportgeschäft finanziert. ( 13.01.2005)

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