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Einzelprojekte 2003

Exportförderung auch in rauer See

Die Bundesregierung unterstützt den Export zweier Kreuzfahrtschiffe von der Meyer Werft in Papenburg nach Asien. Mit der Übernahme einer Exportkreditgarantie wurde das Zustandekommen eines 720 Millionen Euro Geschäfts ermöglicht.

Die Schiffe werden von der Reederei Star Cruises über deren Tochtergesellschaft Norwegian Cruise Line auf dem nordamerikanischen Markt und um Hawai eingesetzt. Die beiden baugleichen Schwesterschiffe werden nach dem erfolgreichen Konzept des "Freestyle Cruising" der Norwegian Cruise Line ausgestattet, was den Passagieren größtmögliche Flexibilität und Freizeitgestaltung an Bord bietet.

Die Kreuzfahrtschiffe der Meyer Werft, die zu den führenden Werften in diesem Bereich gehört, verfügen über eine weltweit anerkannte Qualität in Bezug auf Technik und Umwelt. Die Schiffe sind beispielsweise mit einer neuen Antriebstechnik ausgestattet, dem Pod-Antrieb - eine unter dem Rumpf angebrachte drehbare Gondel mit Elektromotoren. Ferner werden an Bord der Schiffe alle Abfälle in einem integrierten Abfallentsorgungssystem getrennt.

Das angebotene Finanzierungskonzept beruht neben der Bonität des Bestellers im Wesentlichen auf der wirtschaftlichen Tragfähigkeit und auf projektfinanzierungsähnlichen Sicherheitenelementen. Im Rahmen der Exportkreditgarantien des Bundes werden derartige "Strukturierte Finanzierungen" zunehmend von Exporteuren und Banken wegen ihres größeren Gestaltungsspielraums bei der Absicherung komplexer Projekte beansprucht.

Die neuen Aufträge wurden in einer Zeit unterzeichnet, in der die Meyer Werft angesichts der angespannten Marktsituation bei Kreuzfahrtschiffen mit erheblichen Beschäftigungsproblemen zu kämpfen hat. Durch die Neubauten können zwar erforderliche Anpassungsmaßnahmen nicht vermieden werden. Sie tragen jedoch in erheblichem Maße dazu bei, die Unterbeschäftigung aufzufangen und leisten darüber hinaus auch einen wichtigen Beitrag für die Vielzahl der von der Werft abhängigen kleinen und mittleren Zulieferbetriebe in Papenburg und der Region. (17.10.2003)

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Hermesdeckung für Ausrüstung eines russischen Krebszentrums

Die Bundesregierung hat im Rahmen ihrer Exportkreditgarantien (Hermesdeckungen) die Deckung einer Lieferung medizinischer Geräte an das Onkologiezentrum in der russischen Region Samara zugesagt. Die Geräte und Ausrüstungen im Gesamtwert von 27 Millionen Euro werden nach Aussage des Berliner Exporteurs Transumed GmbH maßgeblich zur effektiven Krebsbehandlung beitragen. Aufgrund der starken Verstädterung und Industrialisierung der Mittel-Wolga-Region und der damit einhergehenden extremen Umweltbelastung sind gesundheitliche Probleme bei der Bevölkerung weit verbreitet. So besteht im Samara-Gebiet eine der höchsten Krebsraten in Russland.

Insgesamt hat der Bund im ersten Halbjahr 2003 Exportgeschäfte im Wert von 8,46 Milliarden Euro in Deckung genommen. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres bedeutet dies eine Steigerung um gut 20 %. (19.07.2003)

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300 Mercedes-Benz-Busse für Usbekistan

Der für die Vergabe der Exportkreditgarantien des Bundes („Hermesdeckungen“) zuständige Interministerielle Ausschuss (IMA) hat die 3. und letzte Tranche einer Lieferung von insgesamt 300 Linienbussen an die Staatliche Assoziation Taschgorpasstrans genehmigt, die für den öffentlichen Personen-Nahverkehr in der usbekischen Hauptstadt Taschkent zuständig ist. Die ersten 30 Busse waren bereits im April anlässlich der Jahrestagung der Osteuropabank – EBRD – im Mai 2003 in Taschkent eingesetzt worden, weitere 70 Busse wurden am 30. Juli 2003 an Taschgorpasstrans übergeben. Der Gesamtauftragswert liegt deutlich über der bestehenden Orientierungsgröße von 10 Mio. Euro, die aber aufgrund der besonderen Förderungswürdigkeit des Geschäfts überschritten werden konnte.

Ein Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs bzw. die Aufrechterhaltung bisheriger Angebote ist ein wichtiger Aspekt der wirtschaftlichen Entwicklung Usbekistans. Aufgrund der geringen Dichte von Privatfahrzeugen stellt der öffentliche Transportsektor die notwendige Mobilität der Bevölkerung in Taschkent sicher. Die Stadt- und Überlandbusse sollen in erster Linie alte Bestandsfahrzeuge aus russischer, ungarischer und koreanischer Produktion ersetzen, deren Instandhaltung trotz aller Anstrengungen kaum noch zu gewährleisten war. Durch den Austausch der Fahrzeuge wird ein nicht unerheblicher Beitrag zur Reduzierung der Schadstoffemissionen geleistet, da die Busse mit Motoren neuester Technik ausgestattet sind und Einsparmöglichkeiten beim Kraftstoffverbrauch bestehen.

Die Finanzierung erfolgt über tranchengebundene Finanzkredite eines deutschen Bankenkonsortiums unter Führung der Deutschen Bank mit Unterstützung der DaimlerChrysler AG an die National Bank for Foreign Economic Activity, Taschkent. Als Sicherheit liegt eine Staatsgarantie des usbekischen Finanzministeriums vor. Mit dem Großauftrag werden bei der Daimler-Chrysler- Tochter Evobus Gmbh, Stuttgart, Arbeitsplätze gesichert.

Nach inzwischen erfolgter Auslieferung von rund 200 Bussen sollen die restlichen 100 Einheiten bis Ende Januar 2004 Taschgorpasstrans übergeben werden. (23.10.2003)

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