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Inhaltsbereich
Ausgewählte Projekte / Einzelprojekte 2010
- Windpark Fantanele in Rumänien
- Rückversicherung mit der OeKB für ein Krankenhaus in Gabun
- ConRo-Auftrag sichert Beschäftigung in Flensburg
Windpark Fantanele in Rumänien
Mai 2010
In Rumänien spielt Windkraft mit weniger als einem Prozent am gesamten Energiebedarf des Landes bisher nur eine untergeordnete Rolle. Das soll sich nun ändern: Südlich der Gemeinde Fantanele, etwa 65 km westlich der Küste zum Schwarzen Meer, wird auf einem 150 Hektar großen Areal ein Windpark errichtet. Seit März 2010 speisen 120 Windkraftanlagen mit einer Leistung von je 2,5 Megawatt Strom ins rumänische Netz ein.
Hergestellt wurden die Windturbinen von der GE Wind Energy GmbH in Salzbergen. Das Werk wurde kürzlich erweitert, um die steigende Nachfrage nach Windanlagen in Europa zu decken. Betreiber des Windparks sind zwei rumänische Tochterunternehmen der in Prag ansässigen CEZ Group.
Ein aus vier Banken bestehendes Konsortium finanziert die erste Phase des Projekts. Die Bayerische Landesbank fungiert dabei als Federführer und BNP Paribas als strukturierende und koordinierende Bank. Darüber hinaus gehören die Ceskoslovenska Obchodni Banka und KBC Bank Deutschland AG dem Bankenkonsortium an. Die Bundesregierung stellt hierfür einen isolierten Finanzkredit mit einer Laufzeit von 14 Jahren zur Verfügung. Das Projekt gilt als besonders förderungswürdig, zumal jährlich etwa 1,09 Millionen Tonnen CO2-Emissionen vermieden werden.
Bis zum Jahr 2020 soll der Anteil der erneuerbaren Energien am Energieverbrauch auf 20 % gesteigert werden – so das Ziel der Europäischen Union. Um diese Zielvorgabe erreichen zu können, sind alle EU-Mitgliedsstaaten aufgefordert, ihren Anteil erneuerbarer Energien am Energiemix zu erhöhen. Als eines der jüngsten EU-Mitgliedsländer wird Rumänien diesem Ziel näher kommen, denn der Windpark wird den Anteil erneuerbarer Energien um 5 % erhöhen.
Rückversicherung mit der OeKB für ein Krankenhaus in Gabun
April 2010
Die Bundesregierung übernimmt im Rahmen des Rückversicherungsabkommens zwischen der Euler Hermes Kreditversicherungs-AG und der Oesterreichische Kontrollbank AG (OeKB) vom 26.06.2000 eine Exportkreditgarantie für die Renovierung des „Centre Hospitalier de Libreville“, dem größten und wichtigsten Krankenhaus in Libreville.
Die VAMED Engineering GmbH & Co. KG, Wien, liefert als Hauptexporteur zusammen mit diversen deutschen Exporteuren Haus- und Medizintechnik mit einem Gesamtauftragswert von 42, 5 Millionen Euro an das Ministry of Health in Libreville. Da ein Teil des Auftrags durch kommerzielle Kredite finanziert wird, beträgt der durch Exportkreditgarantien abzusichernde Teil abzüglich der Anzahlung 22,9 Millionen Euro. Hiervon beträgt der gedeckte deutsche Rückversicherungsanteil 33,13 %. Dies ist ein weiterer Auftrag des österreichischen Exporteurs, der in Gabun bereits acht Krankenhausprojekte im Gesamtwert von 252 Millionen Euro abgewickelt hat, von denen vier bereits komplett bezahlt sind.
April 2010
ConRo-Auftrag sichert Beschäftigung in Flensburg
Die Bundesregierung unterstützt den Bau und die Lieferung von zwei ConRo-Fähren durch die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft mbH & Co. KG (FSG) an die Rettig Group Ltd. in Helsinki über eine kombinierte Ausfuhr- und Finanzkreditdeckung. Dies erklärte der für die Exportkreditgarantien zuständige Interministerielle Ausschuss in einer grundsätzlichen Stellungnahme. Der Auftragswert beläuft sich insgesamt auf 124,6 Millionen Euro, wovon 80 % über einen gebundenen Finanzkredit der KfW IPEX-Bank, Frankfurt, finanziert werden.
Die Bauverträge für die beiden Schiffe, mit denen sowohl Container als auch RoRo-Ladung (Lkw und Trailer) transportiert werden können, wurden bereits im Frühjahr 2007 unter Finanzierungsvorbehalt abgeschlossen. Der Baubeginn ist für Juni dieses Jahres für die erste und vier Monate später für die zweite Fähre geplant; die Ablieferung der Schiffe soll im April bzw. Juli 2011 erfolgen. Die beiden ConRo-Fähren sind bereits durch die Schifffahrtssparte Bore Rettig an eine Linienreederei für den regelmäßigen Dienst im Nord- und Ostseeraum für zunächst fünf Jahre mit Verlängerungsoption verchartert.
Die beiden Schiffe mit hoher Eisklasse verfügen über eine Kapazität von knapp 700 TEU (Twenty-foot Equivalent Unit oder Standardcontainer) sowie über eine Fläche für Lkw und Trailer von insgesamt 2.900 Lademetern. Neben den aktuellen Sicherheitsstandards werden auch die neuesten Umweltstandards erfüllt, was sich durch einen sehr niedrigen Kraftstoffverbrauch und den sogenannten Green Pass im Lloyd’s Register manifestiert. Diese hoch spezialisierten Schiffe sind vielfältig einsetzbar und international stark nachgefragt. Sie sichern bei dem wichtigsten Arbeitgeber in der Region Flensburg, FSG, rund 750 Arbeitsplätze für zwölf Monate.

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